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Kein Strom: Railjet saß mehrere Stunden in Kärnten fest

Rund 100 Fahrgäste der ÖBB strandeten Freitagabend kurz nach Villach. Wegen eines Oberleitungsschadens konnte der Zug nicht weiterfahren.
Ein roter Railjet-Zug steht an einem Bahnhof.

Der Railjet 856 stellt eine tägliche Verbindung von Wien über die Koralmbahn nach Lienz in Osttirol dar. Am Freitagabend wurde die Reise für rund 100 Fahrgäste allerdings zur Geduldsprobe. 

Der Zug hatte um 20.26 Uhr Villach in Richtung Spittal an der Drau verlassen, wenige Minuten danach hielt er jedoch wieder. Für die Fahrgäste habe es vorerst keine Informationen gegeben, berichtete ein Betroffener dem ORF.

„Nach 20 Minuten ist dann der Zugbegleiter durchspaziert und hat gesagt, ja, es wird noch ca. 20 Minuten dauern, es gibt irgendeinen Schaden bei der Oberleitung. Das hat sich dann gezogen, wir sind erst um 1.02 Uhr wieder in Villach gewesen“, wird der Fahrgast zitiert.

ÖBB entschuldigten sich

Während der rund dreieinhalb Stunden Wartezeit sei auf Notbeleuchtung umgeschaltet worden, auch die WC-Anlagen hätten nicht funktioniert. Zwei Züge seien am Nebengleis an dem dunklen Railjet in Richtung Spittal vorbeigefahren.

Von den ÖBB gab es am Samstag eine Entschuldigung für den Vorfall. Die Oberleitung sei unterbrochen gewesen, hieß es in der Begründung. Man habe ein Dieseltriebfahrzeug organisieren müssen, das den Railjet zurück nach Villach brachte. Ein Gleisschaden am Nebengleis sei noch dazu gekommen, so ÖBB-Pressesprecher Herbert Hofer. Der Vorfall werde zu Wochenbeginn untersucht.

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