Forstarbeiter schuld? Zigarette dürfte Waldbrand im Lesachtal ausgelöst haben
Der Waldbrand im Kärntner Lesachtal, der vor einer Woche ausgebrochen ist und sich auf ein Gebiet von 110 Hektar ausgebreitet hat, dürfte von einer weggeworfenen Zigarette bzw. Ascheresten ausgelöst worden sein. Wie die Polizei am Mittwoch berichtete, wurde als Brandausbruchsstelle ein Bereich am Xaveriberg im Waldgebiet Promeggen ermittelt. Dort waren am vergangenen Donnerstag Forstarbeiter mit Aufforstungsarbeiten beschäftigt, die nun als Verdächtige gelten.
Zeugenaussagen und Luftbildaufnahmen führten die Ermittler zur Ausbruchsstelle des Feuers. "Als Brandursache konnten mit hoher Wahrscheinlichkeit der nicht sachgemäße Umgang mit Rauchwarenresten sowie die nicht ordnungsgemäße Entsorgung von Aschenresten der konsumierten Zigaretten im Zuge ihrer Tätigkeit als Forstarbeiter ermittelt werden", so der Bericht der Polizei. Bei den Verdächtigen handelt es sich um drei serbische Staatsangehörige, ihnen wird das fahrlässige Herbeiführen einer Feuersbrunst vorgeworfen. Eine Schadenssumme konnte noch nicht ermittelt werden. Das Landeskriminalamt führt weitere Erhebungen durch.
Feuerwehrleute kämpfen weiter gegen Glutnester
Am mittlerweile siebenten Tag des Einsatzes gegen einen großflächigen Waldbrand im Kärntner Lesachtal sind am Mittwoch die Nachlöscharbeiten mit dem Bekämpfen von Glutnestern fortgesetzt worden. Witterungsbedingt konnten am Vormittag keine Hubschrauber starten. Der Regen - innerhalb von 24 Stunden fielen rund 15 Liter pro Quadratmeter - habe für "merkliche Entspannung" gesorgt, hieß es seitens der Feuerwehr.
Beim Feuerwehreinsatz mit 150 Feuerwehrleuten ist am Mittwoch eine Drohne mit Wärmebildkamera eingesetzt worden, um weitere Glutnester zu lokalisieren und in der Folge gezielt ablöschen zu können. Unterstützt wurden die lokalen Feuerwehrleute vom Katastrophenhilfszug aus Wolfsberg und Völkermarkt. Am Mittwochnachmittag waren drei Hubschrauber im Löscheinsatz.
Kommentare