Missbrauchsverdacht: Kärntner Lehrer vom Dienst suspendiert
Symbolbild
Ein Lehrer aus Kärnten ist wegen des Verdachts des zweifachen schweren sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen vom Dienst suspendiert worden. Der Pädagoge soll laut einem Bericht der "Kleinen Zeitung" vom Mittwoch gleich zwei Mal in den vergangenen Wochen Übergriffe auf eine Freundin seiner elfjährigen Tochter begangen haben. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt bestätigte die Ermittlungen, diese stünden aber erst am Anfang.
Nachts in Zimmer der Tochter geschlichen
Die Taten sollen in der Wohnung des Lehrers passiert sein, wo seine Tochter und deren gleichaltrige Freundin übernachtet hatten. Laut "Kleine Zeitung" soll sich der Pädagoge in der Nacht ins Schlafzimmer der Tochter geschlichen haben, wo sich auch ihre Freundin aufhielt. Im Glauben, die Elfjährige würde schlafen, soll er sie missbraucht haben. Das Opfer hat sich nach einem zweiten Übergriff einer Lehrerin anvertraut, die daraufhin das Jugendamt und die Polizei eingeschaltet hat. In beiden Fällen habe das Kind so getan, als würde es schlafen.
Der Verdächtige ist bisher unbescholten und wurde auch noch nicht vernommen, so die Staatsanwaltschaft. Der Pädagoge, er unterrichtet an einer höheren Schule, wurde von der Bildungsdirektion vorläufig suspendiert. Da er sich erst im zweiten Dienstjahr befinde, erfolge keine Weiterbestellung. Sein Dienstverhältnis ende daher mit Ablauf des Schuljahres, hieß es seitens der Bildungsdirektion Kärnten.
Alle Klassen, in denen der Lehrer unterrichtet hat, seien von Schulpsychologen besucht worden. Schüler und Schülerinnen wurden darüber informiert, dass sie sich jederzeit vertrauensvoll an die Schulpsychologie wenden können, wenn sie Gesprächs- oder Unterstützungsbedarf hätten.
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