Hanke und Doskozil eröffneten größten Windpark im Burgenland
Minister Hanke und LH Doskozil schalteten eines der riesigen Windräder ein.
Dass ein Bundesregierungsmitglied von der SPÖ an einem offiziellen Termin im Burgenland teilnimmt, hat in diesen Tagen Seltenheitswert. Doch Infrastrukturminister Peter Hanke und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil können miteinander – erst im vergangenen Dezember war Hanke für ein Arbeitsgespräch zum Thema Verkehr zu Gast in Eisenstadt.
Am Mittwoch war die Eröffnung von Österreichs größtem Windpark zwischen Neusiedl und Weiden am See. Anlass für den hohen Besuch aus Wien. Dabei wurde der Park in den vergangenen Monaten sogar kleiner: Im Zuge eines „Repowerings“ hat die Burgenland Energie (BE) 44 bestehende Windräder abgebaut und 23 neue Anlagen errichtet.
Die Leistungskraft des Windparks Neusiedl-Weiden hat sich dadurch verdoppelt – dank der gigantischen Ausmaße der neuen Kraftwerke: Sie sind bis zu 244 Meter hoch. Ein einziges Rotorblatt wiegt 20 Tonnen und ist 75 Meter lang. Das Windkraftwerk in Sichtweite des Neusiedler See hat eine Leistung von 122 Megawatt – genug, um etwa 70.000 Haushalte mit erneuerbarer Energie zu versorgen.
Kein „Fake-Einschalten“
Bei einem der neuen Windräder durften Doskozil und Hanke am Mittwoch den Einschaltknopf im Innenraum der Anlage betätigen. Es handelte sich um kein „Fake-Einschalten“ wie man es von anderen Eröffnungen kennt, versicherte BE-Chef Stephan Sharma. Und siehe da: Kaum war der Schalter umgelegt, setzten sich die riesigen Rotorblätter mit einem sonoren Surren in Bewegung.
Für Minister Hanke stellt der Windpark einen Beitrag zur Industriestrategie der Bundesregierung dar: „Österreich ist besonders in den Wintermonaten in seiner Stromversorgung von Importen abhängig. Daher brauchen wir mehr Winderzeugung, die gerade in dieser Zeit besonders stark ist und daher einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leistet.“
LH Doskozil bezeichnete das Projekt als „nächsten großen Schritt“ auf dem Weg, das Burgenland bis 2030 bilanziell energieunabhängig zu machen.
BE-Chef Stephan Sharma ergänzte: „Wir haben von der Planung bis zur Errichtung nur rund drei Jahre benötigt und schaffen hier Energieunabhängigkeit und Energiesicherheit für die Region für mehr als zwanzig Jahre, solange werden diese neuen Windanlagen Strom für die Region produzieren.“
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