Studien: Burgenländer priorisieren Finanz- über Gesundheitsvorsorge
Gesund sein, das will so gut wie jeder. Doch die Erwartungen bleiben gedämpft. Laut dem Austrian Health Report 2025, durchgeführt vom Institut für empirische Sozialforschung (IFES; im Auftrag von Sandoz), gehen nur 19 Prozent der Burgenländer davon aus, dass sich ihre Gesundheit in diesem Jahr verbessern wird. 67 Prozent erwarten hingegen keine Veränderung, zwölf Prozent befürchten eine Verschlechterung – ein Wert deutlich über dem Durchschnitt.
Österreichweit sehen laut Studie nur 18 Prozent optimistisch in die gesundheitliche Zukunft. Für Sandoz verdeutlichen die Ergebnisse, dass sich viele Menschen nach Stabilität und Sicherheit im Gesundheitsbereich sehnen. Der jährlich erscheinende Austrian Health Report erhebt seit 2022 die Erwartungen und Einstellungen der Bevölkerung zu ihrer Gesundheit und zum heimischen Gesundheitssystem.
Vorsorge
Ein ähnliches Bild zeigt auch die jüngste Finanzvorsorge-Studie von Uniqa, die das Thema Gesundheit mit der finanziellen Absicherung verknüpft. Im Burgenland denken 61 Prozent der Befragten bei Vorsorge an Gesundheit, 62 Prozent an Finanzen. Drei Viertel halten Gesundheitsvorsorge für sehr oder eher wichtig, 77 Prozent sagen das über finanzielle Vorsorge. Gleichzeitig wünschen sich fast 60 Prozent der Burgenländer Zugang zu einem Privatarzt, viele sehen aber finanzielle Hürden. Nur rund 13 Prozent geben an, sich alle gewünschten Gesundheitsleistungen leisten zu können.
Landesdirektor Herbert Kaiser betont, dass im Land rund 31.500 Menschen eine private Zusatzversicherung bei seinem Unternehmen abgeschlossen haben. Besonders junge Menschen zeigen steigendes Interesse: In der Altersgruppe von 18 bis 29 wäre mehr als ein Drittel bereit, innerhalb der nächsten zwei Jahre eine Zusatzversicherung abzuschließen.
Neben der Gesundheit bereitet auch die finanzielle Lage Sorgen. 47 Prozent der Burgenländer machen sich häufig Gedanken über ihre Finanzen, 43 Prozent empfinden das als belastend. Zwar steigt das gefühlte Finanzwissen, bleibt aber auf niedrigem Niveau. Nur etwa ein Drittel schätzt das eigene Wissen über Vorsorgemöglichkeiten als hoch ein. Für Bettina Fuhrmann von der Wirtschaftsuniversität Wien zeigt das Ergebnis, dass viele noch Orientierung suchen. Besonders die Verbindung von finanzieller Absicherung und Gesundheit werde wichtiger: Mehr als die Hälfte möchte Rücklagen bilden, um sich im Alter die bestmögliche medizinische Versorgung leisten zu können.
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