Land steckt Millionen in Wasserrutschen für Therme Lutzmannsburg

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In den kommenden zwei Jahren werden 30 Millionen Euro investiert – unter anderem in die größte Rutschenanlage im DACH-Raum.

Jubelstimmung in Lutzmannsburg: Im Jahr 2025 verzeichnete die Sonnentherme mit 302.584 Übernachtungen einen Zuwachs von 10,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einen neuen Rekordwert.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) nahm diese erfreulichen Zahlen am Dienstag zum Anlass, ein millionenschweres Investitionspaket für das Thermenresort im Landeseigentum zu verkünden.

In den kommenden zwei Jahren fließen 30 Millionen Euro in die Weiterentwicklung der Anlage. Geplant ist eine neue „Slide World“ mit sieben Riesenrutschen und einer Gesamtlänge von 1.284 Metern – laut Betreiber das derzeit größte Rutschenprojekt im gesamten deutschsprachigen Raum. Der 19 Meter hohe Rutschenturm soll mit einem großzügigen Indoor-Liegenbereich für 200 Personen verbunden werden.

Das Land und die Thermen

Doskozil bringt das von anderen Landeshauptmännern begonnene Thermengeschäft damit auf ein neues Level. „Historisch gesehen waren es die richtigsten und die wichtigsten Entscheidungen seitens unserer Vorgänger im Burgenland, in diese Thermenthematik einzusteigen, sei es in Frauenkirchen, sei es in Lutzmannsburg, sei es in Stegersbach, sei es in Bad Tatzmannsdorf. Diese Destinationen beleben die Region, schaffen Wertschöpfung und sorgen dafür, dass Menschen in der Region Jobs haben“, sagte Doskozil am Dienstag in Lutzmannsburg.

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302.584 Nächtigungen wurden 2025 registriert. 

Zu den bevorstehenden Erweiterungen kündigte Geschäftsführer Werner Cerutti an: „Das wird ein spektakuläres Angebot – mit sechs Rutschen-Neuheiten und sogar einer Weltpremiere.“

Im Zuge der Erweiterung soll auch die Energieversorgung der Therme überarbeitet werden. Gemeinsam mit der Burgenland Energie (BE) entsteht auf rund einem Hektar Fläche eine Agri-Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher. „Damit werden wir künftig rund 1,5 Megawatt Solarstrom direkt vor Ort erzeugen“, erklärte BE-Chef Stephan Sharma.

Die Ausbaupläne sind auch Grund zur Freude für den Lutzmannsburger Bürgermeister Roman Kainrath (SPÖ). Welche Bedeutung die Sonnentherme für die Grenzgemeinde hat, brachte der Bürgermeister anschaulich auf den Punkt: „Vorher war hier die Welt zu Ende. Heute ist Lutzmannsburg ein Motor für die ganze Region.“

Der Ausbau soll bis 2027 abgeschlossen sein.

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