Landeshauptmann a. D.  Hans Niessl wurde zum Ehrenobmann ernannt

© Verein Welterbe Neusiedler See/Hannes Klein

Chronik Burgenland Regionalumfrage
03/23/2019

Über zwei Drittel wollen Gratis-Zugang zum See

Welterbe Neusiedler See. Neue Master- und Managementpläne für Neusiedler See in Sicht. Land präsentiert im Sommer, Verein stimmt Arbeit darauf ab.

von Michael Pekovics

Das Land hat im Vorjahr die Erstellung eines „Masterplans“ für den Neusiedler See in Auftrag gegeben, dieser soll im Sommer präsentiert werden. Damit sollen Regeln für die weitere Entwicklung der Region definiert werden. Die Themen reichen von den Haus- oder E-Booten über Flächenwidmung bis hin zu freiem Seezugang für die Bevölkerung.

Auch im Rahmen der KURIER-Umfrage für das Burgenland wollten wir von unseren nordburgenländischen Lesern wissen, wie wichtig ihnen ein kostenfreier Zugang zum Neusiedler See ist. 70,5 Prozent der Befragten antworteten mit sehr wichtig, für 22,2 Prozent ist diese Frage nicht wichtig und 7,3 Prozent hatten keine Meinung.

Neu: Managementplan

Am Freitag hat übrigens auch der Verein Welterbe Neusiedler See seine Vorhaben für das heurige Jahr präsentiert. Im Mittelpunkt stehen die Ausarbeitung eines neuen Managementplans und die Weiterführung des Projekts „Inwertsetzung Welterbe - Welterbe erkennen, schätzen und schützen“. Ein erster Managementplan war bereits 2003 ausgearbeitet worden. Dieser soll nun gemeinsam mit dem ungarischen Partnerverein evaluiert werden. „Das Ziel ist, den einzigartigen Schutzstatus der Region auch künftig zu behalten“, sagt Obmann Erwin Preiner (SPÖ).

Für seinen Stellvertreter Rudolf Strommer (ÖVP) schaffe das Projekt „Inwertsetzung Bewusstsein in der Bevölkerung, welchen Wert dieses Welterbe für die Region hat“. Auch der Internetauftritt (www.welterbe.org) wurde überarbeitet. Mit der Seite www.mein.welterbe.org gibt es auch ein neues Tool: Hier können Fotos hochgeladen werden. „So kann jeder darstellen, was für ihn die Besonderheit des Welterbes ausmacht“, erklärt Hannes Klein, Geschäftsführer des Vereins.

Eine Auszeichnung gab es für Altlandeshauptmann Hans Niessl (SPÖ), der zum Ehrenobmann auf Lebenszeit ernannt wurde. Dies war in der Generalversammlung im Februar einhellig beschlossen worden, berichtete Preiner. Von der Generalversammlung wurden er und Strommer für weitere fünf Jahre als Obleute bestätigt.

„Schützen durch Nützen ist das Motto und das ist auch die Herausforderung“, sagte Niessl. Die Balance herzustellen zwischen Wachstum und wirtschaftlicher Entwicklung einerseits und die Erhaltung der Natur sowie die Erhaltung des Status Welterbe seien „ein permanenter Diskussionsprozess“.