"Volkskunst" eröffnet am 18. Mai, Hoffnung für die Ratschen
Tamara Muhr lädt zur offiziellen Eröffnung am 18. Mai.
In der Gemeinde Deutsch Schützen-Eisenberg war zuletzt viel von Unsicherheit die Rede. Die Insolvenz rund um die Domaines Kilger GmbH & Co KG hat auch im Südburgenland Spuren hinterlassen. Besonders die Zukunft der Ratschen in den Weinbergen von Deutsch Schützen beschäftigt die Region.
Der touristische Leitbetrieb samt Wohnothek steht im Insolvenzverfahren zur Verwertung. Kaufangebote können bis 15. Juni beim Masseverwalter eingebracht werden.
Neustart am 18. Mai
Doch mitten in dieser schwierigen Phase gibt es am Eisenberg auch einen neuen Impuls. Tamara Muhr eröffnet mit der „Volkskunst“ ein neues Café und eine neue Weinbar in der Oberen Kellergasse in Eisenberg an der Pinka (geöffnet ab 18. Mai). Das Lokal liegt direkt am Drei-Weinberge-Rundweg und soll künftig Gäste der Region ebenso ansprechen wie Einheimische.
Das Konzept ist bewusst reduziert und bodenständig: Wein, Kaffee, regionales Frühstück, feine Antipasti und ein Ort zum Verweilen. Auf der Homepage der „Volkskunst“ wird das so beschrieben: „Zwischen Reben und Weitblick steht der Wein im Mittelpunkt, begleitet von regionalem Frühstück und feinen Antipasti.“ Ein Ort für Genuss, Zeit und Freundschaft soll entstehen – authentisch, bewusst und ohne großes Getöse.
Wer kauft die Ratschen?
Dass Burgenland-Tourismus-Geschäftsführer Didi Tunkel und Monika Rauscher, Erlebnisregionsmanagerin Südburgenland, Tamara Muhr bereits vor der offiziellen Eröffnung besuchten, zeigt die Bedeutung solcher Initiativen für die Region. Mit der „Volkskunst“ entsteht ein weiterer Treffpunkt für Genuss, Wein und regionale Gastlichkeit.
Im Kilger-Insolvenzverfahren werden Liegenschaften in Deutsch Schützen zum Verkauf angeboten.
Die Lage rund um die Ratschen und die Wohnothek bleibt unterdessen offen. Die Liegenschaften in Deutsch Schützen umfassen laut Ediktsdatei rund 24.840 Quadratmeter. Auf dem Areal befinden sich das Restaurant und der Hotelbetrieb „Wohnothek“. Laut Gutachten liegt der Verkehrswert bei 1,6 Millionen Euro – und damit vermutlich weit unter dem, was der Vorbesitzer dafür gezahlt hatte.
Nach Ablauf der Angebotsfrist sollen die Bestbieter zu einem freien Bieterverfahren eingeladen werden. In der Region hofft man, dass für die Ratschen ein Neustart möglich wird. Dass es bereits Interessenten geben soll, nährt diese Hoffnung.
Kommentare