"Eine Frechheit": Post sperrt Zustellbasis im Südburgenland zu
Von Gernot Heigl
Obwohl die Postzentrale in Wien am 22. Jänner auf KURIER-Anfrage erklärte, dass es bezüglich einer Schließung der Zustellbasis in Jennersdorf „... voraussichtlich erst in den nächsten Monaten zu einer abschließenden Bewertung kommt“, ist nun die Katze aus dem Sack. Das Aus für den Standort Jennersdorf ist besiegelt.
Wie berichtet, hatten die rund 25 Mitarbeiter aus vertraulichen Quellen erfahren, dass sie mit März und Mai auf die steirischen Zustellbasen in Fürstenfeld, Bairisch Kölldorf und Feldbach aufgeteilt werden sollen. Das bestätigt nun auch die Postdirektion, ebenso wie die Schließung des Standortes Jennersdorf, wegen „Optimierung des Logistik-Netzwerkes im Südburgenland“.
Der Grund für die Schließung? Zu viele Packerl
Dazu heißt es aus der Zentrale: „Da immer mehr Menschen in der Region online bestellen und sich Pakete nach Hause schicken lassen, muss die Post auf diese Veränderung reagieren: Die alte Zustellbasis in Jennersdorf war ursprünglich auf die Zustellung von Briefen ausgelegt und niemals für stark steigende Paketmengen.“ Außerdem entspricht das Gebäude nicht mehr aktuellen Standards und biete auch keinen Platz zur Erweiterung.
Weiters stellt die Direktion fest: „Die Post ist als Universaldienstleisterin verpflichtet, für eine verlässliche Zustellung von Paketen, Briefen, Zeitungen, Zeitschriften und Prospekten in ganz Österreich zu sorgen. Sie richtet sich dabei nicht nach politischen Bezirken oder Bundesländergrenzen. Die Grundlage für Standortentscheidungen sind allein logistische und wirtschaftliche Kriterien.“
Jennersdorfs Bürgermeister Reinhard Deutsch erfuhr vom KURIER über die definitive Schließung der Zustellbasis: „Eine Frechheit. Von der Post ist die Begründung zwar schön formuliert, die Optimierung sehe ich allerdings nicht.“ Verärgert folgt: „Die Kommunikation seitens der Post mit der Gemeinde ist auf einem traurigen Niveau.“
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