Pet to Pet verarbeitete 2025 1,34 Milliarden Flaschen
Aufgrund der leicht gesunkenen Nachfrage nach Recycling-Pet wurde in Müllendorf heuer mehr Material eingelagert.
Für die „Pet to Pet Recycling Österreich GmbH“ war 2025 ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr: Rund 1,34 Milliarden Getränkeflaschen wurden von dem Unternehmen mit Sitz in Müllendorf verarbeitet. Es dürfte nicht zuletzt der Einführung des Einwegpfandsystems zu verdanken sein, dass „Pet to Pet“ mit 33.675 Tonnen recycelten Material einen neuen Rekordwert erreicht hat.
„Die Umstellung führte zu einer kräftigen Steigerung der Verarbeitungsmenge“, sagt auch „Pet to Pet“-Geschäftsführer Christian Strasser. Gegenüber 2024 wurde ein Plus von sieben Prozent verzeichnet.
Im zweiten Halbjahr 2025 habe jedoch eine merkbare Kaufzurückhaltung eingesetzt. „Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit erwarten wir die Rückkehr zur Ausgangslage, wie das auch in anderen Märkten bereits der Fall war“, gibt sich Strasser zuversichtlich.
Problemfelder
Trotz der grundsätzlich positiven Bilanz sieht sich die Recycling-Branche großem Druck ausgesetzt, wie Strasser ausführt: „Es besteht derzeit wieder ein sehr großer Abstand zwischen Primär- und Sekundärrohstoffen. Die günstigere Neuware wird in Europa wieder vermehrt eingesetzt“, so Strasser.
Sein Geschäftsführer-Kollege Thomas Billes ergänzt: „Ein zusätzliches Problemfeld stellen zunehmende Billigimporte von Sekundärrohstoffen aus Nicht-EU-Ländern dar. Auch wenn uns im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Steigerung der Verarbeitungsmenge gelungen ist, hat sich der Absatzmarkt nicht im gleichen Ausmaß entwickelt. Hier lagen wir um drei Prozent hinter dem Ergebnis von 2024.“
Das Geschäftsführer-Duo von Pet to Pet: Thomas Billes und Christian Strasser.
Nichtsdestotrotz investierte „Pet to Pet“ 2025 kräftig in den Standort Müllendorf. Ein neues Metallabscheidungssystem sorgt für die Entfernung von Verunreinigungen durch Getränkedosen, außerdem wurde ein 140-Kubikmeter-Silo für zusätzliche Lagerkapazität errichtet.
Eine überdachte Lagerfläche von 2.500 Quadratmetern ermöglicht künftig die Erweiterung der bestehenden PV-Anlage (1,2 MWp) um weitere 250 kWp.
Mehr Automatisierung
Für 2026 plant das Unternehmen weitere Automatisierungsschritte in der Waschanlage: Flaschenballen sollen künftig automatisch geöffnet werden – eine deutliche Entlastung für die Mitarbeiter. Auch die Anlagenbeschickung soll automatisiert werden, um Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
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