© Roland Pittner

Chronik Burgenland
08/28/2019

Personalrochaden in der Oberwarter Amtsstube

Nach der Abberufung der Amtsleiterin Katja Massing übernimmt Wirtschaftshof-Chef Roland Poiger das Amt.

von Roland Pittner

Die Aufregung war groß, als der Oberwarter Gemeinderat Ende Mai Katja M. Massing als Amtsleiterin abberufen hat. Das Arbeitsverhältnis sei nicht ganz rund gelaufen und auch sonst habe es Konflikte gegeben, war damals aus der Gemeindestube zu hören. Die Stelle wurde neu ausgeschrieben.

Fünf Bewerber

Fünf Personen haben eine Bewerbung um die Amtsleitung in der Stadtgemeinde abgegeben. Darunter war auch der Wirtschaftshofleiter Roland Poiger. Er konnte sich gegen die anderen Bewerber durchsetzen und wurde am Dienstag vom Gemeinderat als neuer Amtsleiter bestellt.

Poiger ist seit 1. Jänner 2004 in der Stadtgemeinde tätig und hat zuletzt den Wirtschaftshof geleitet. Er hatte auch die interimistische Amtsleitung seit Ende Mai inne. Poiger freue sich über sein neues Aufgabengebiet, wie er im KURIER-Gespräch erklärt. Dank seiner langjährigen Erfahrung könne er sofort starten.

Auch Massing bleibt der Gemeinde erhalten. „Sie wird zusätzlich zu ihrer Tätigkeit als Geschäftsführerin der Inform Events den neu geschaffenen Bereich Bildungseinrichtungen- und Verwaltungskoordination in der Stadtgemeinde übernehmen“, sagt Bürgermeister Georg Rosner, ÖVP. Sie werde sich auch um die gemeindeeigenen Pflichtschuleinrichtungen kümmern. „Bildung und Infrastruktur zählen zu den wichtigsten Zukunftsthemen unserer Stadt, deshalb haben wir uns entschlossen, diesen Bereich auch weiterzuentwickeln“, sagt Rosner.

Stellvertreter

Die stellvertretende Amtsleitung wird Christian Resch übernehmen, der die Buchhaltungsabteilung der Gemeinde leitet. Die Agenden am Wirtschaftshof leitet künftig Markus Imre, der bereits als Stellvertreter von Poiger tätig war.

„Die Stadtgemeinde entwickelt sich immer mehr zum Wirtschaftsunternehmen mit vielfältigem Aufgabengebiet“, erklärt Rosner. Er sei froh, dass es mit internen Rochaden gelungen ist, die Top-Posten der Gemeinde zu besetzen. „Mein Vertrauen in die Mitarbeiter ist ungebrochen und ich bin überzeugt, dass wir große Kompetenz in der Gemeindestube haben.“