Nachdenkliche ÖVP und tatkräftige SPÖ

Nachdenkliche ÖVP und tatkräftige SPÖ
Der Urnengang in den 171 Gemeinden macht die Landeshauptmannpartei auch wieder zur unangefochtenen Bürgermeisterpartei. Was die ÖVP nun zu tun gedenkt, behält sie für sich

Dieser Wahlsonntag hat die ÖVP um 20 Jahre zurückgeworfen – und die SPÖ zu früherer Stärke geführt. 2002 hatte die Volkspartei nach der Kommunalwahl 73 Bürgermeister auf der Habenseite, die SPÖ 93. Seit Sonntag steht es 86 zu 68 (wobei zwei Listen der ÖVP zugerechnet werden) zugunsten der Roten.

Selbst im praktisch ausgeschlossenen Fall, dass die Volkspartei in drei Wochen alle 12 Stichwahlen, an denen sie beteiligt ist, gewänne, bliebe sie noch immer deutlich hinter der SPÖ. Dass der türkise Landesparteichef Christian Sagartz, der die Partei nach der krachend verlorenen Landtagswahl 2020 übernommen hat, am Montag dennoch davon sprach, die Volkspartei sei „stabil geblieben“, lässt wohl den Schluss zu, dass die ÖVP in diesen Tagen stets aufs Schlimmste gefasst ist.

 

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