Warum die Mattersburger Bahn ab Februar stillsteht

Ein ÖBB-Zug fährt über eine rote Backsteinbrücke mit Durchgängen, neben einem Platz mit einem Eisstand namens "Bella Rosa".
143 Millionen Euro fließen in Elektrifizierung und barrierefreie Bahnhöfe. Pendler müssen fast ein Jahr lang Bus fahren.

Die Mattersburger Bahn steht vor ihrer größten Modernisierung seit Jahrzehnten. Anfang Februar starten die Hauptarbeiten zur Elektrifizierung und umfassenden Sanierung der Strecke zwischen Wiener Neustadt und Loipersbach-Schattendorf.

Insgesamt investieren die ÖBB rund 143 Millionen Euro in die klimafreundliche Zukunft der Regionalbahn. Bis Ende 2027 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Schienenersatzverkehr bis 12. Dezember 2026

Für Pendlerinnen und Pendler bedeutet das zunächst Geduld: Von 9. Februar bis 12. Dezember 2026 ist die Strecke gesperrt. Zwischen Wiener Neustadt und Loipersbach-Schattendorf wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet, für Reisende nach Sopron und Deutschkreutz mit Umstieg in Baumgarten. Die ÖBB bitten, zusätzliche Reisezeit einzuplanen.

Fahrräder können in den Ersatzbussen nicht transportiert werden, mobilitätseingeschränkte Personen sollen sich vorab beim Kundenservice melden.

„Mit dieser Investition schaffen wir eine attraktive Alternative zum Individualverkehr und erhöhen gleichzeitig die Sicherheit entlang der Strecke“, heißt es von den ÖBB. In den kommenden Monaten werden Bahnhöfe und Haltestellen modernisiert, barrierefrei ausgebaut und mit Park-&-Ride- sowie Bike-&-Ride-Anlagen ausgestattet. Zusätzlich werden Gleise erneuert und Bahnkreuzungen durch Unterführungen ersetzt.

Die Maßnahmen reichen von der Elektrifizierung der gesamten Strecke und neuen Oberleitungen über moderne Bahnsteige in Katzelsdorf, Neudörfl, Bad Sauerbrunn, Mattersburg Nord, Marz-Rohrbach und Loipersbach-Schattendorf bis hin zur Errichtung neuer Technikgebäude und Stellwerke.

Anpassung der historischen Viadukte

Auch die historischen Viadukte bei Wiesen-Sigleß und Mattersburg werden an die neue Infrastruktur angepasst.

Mit dem Abschluss der Bauarbeiten soll die Strecke vollständig elektrifiziert und für den Betrieb mit 100 Prozent grünem Bahnstrom bereit sein. Dadurch können künftig moderne, barrierefreie Züge eingesetzt und Verbindungen von Loipersbach-Schattendorf bis Wien ohne Umsteigen ermöglicht werden. Die Elektrifizierung werde auch eine Reduktion der Lärmemissionen mit sich bringen und die Voraussetzungen für einen dichteren Taktfahrplan schaffen.

Alle Infos zu den Einschränkungen während des Umbaus sind auf oebb.at zu finden.

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