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Chronik Burgenland
01/30/2021

Haydns 300. Geburtstag wird schon vorbereitet

300 Jahre nach seiner Geburt soll der Komponist nicht nur für Kulturgenuss sorgen, sondern auch als Touristen-Magnet fungieren.

von Claudia Koglbauer-Schöll

Es ist zwar noch etwas Zeit bis zum Jahr 2032, aber wie ein Sprichwort sagt: „Gut Ding braucht Weile.“ Deshalb bereitet sich das Burgenland schon jetzt auf den anstehenden 300. Geburtstag Haydns vor.

Planungsgrundlage dafür ist die von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil initiierte „HAYDN 2032. Kultur. Strategie. Burgenland“. Mit ihr soll die Strahlkraft des großen Komponisten genutzt werden, um das Burgenland als „attraktive Kunst-, Kultur- und Festivalregion von internationalem Format“ zu etablieren.

Historische Kulisse

Geplant sind kulturelle Aktivitäten im Bereich musikalischer Tätigkeit, Sammlungen, Forschung und Lehre. Die historische Kulisse, die das Burgenland mit seinen kulturhistorischen und musikalischen Schätzen und den Originalschauplätzen biete, werde „mit Leben erfüllt und publikumswirksam in Szene gesetzt“, umreißt Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf (SPÖ) die Ziele der Strategie.

Eingebunden sind dabei auch die umliegenden Regionen – darunter Projektpartner aus Haydns Geburtsort Rohrau (Bezirk Bruck/Leitha) und die ungarische Stadt Fertőd.

"Orte der Inspiration"

Durch die Realisierung dieser Pläne möchte man aber nicht nur einen einzigartigen Kulturgenuss bereiten, sondern auch touristische Impulse setzen und die burgenländische Identität stärken. Um die Vorhaben zu erreichen, arbeitet das Land eng mit der Esterházy Stiftung, der Internationalen Haydnstiftung und der Diözese Eisenstadt zusammen.

„Das Ziel bis 2032 sollte sein, Eisenstadt und die Region um den Neusiedler See als Ort der Inspiration, der Experimentierfreudigkeit und der Musikinnovation internationalen Ranges zu platzieren“, sagt Stefan Ottrubay, Direktionsrat der Esterházy Stiftungen.

Konservatorium als Privatuni

Ausgearbeitet wurde der Plan, der in Modulen die wesentlichen Schritte vorgibt, von Kulturmanager Wolfgang Kuzmits. Als Teil des Konzepts wurde das Joseph Haydn Konservatorium Anfang dieses Jahres aus dem Amt der burgenländischen Landesregierung ausgegliedert. Das Konservatorium soll bis Herbst 2022 zu einer Privathochschule – mit dem Fokus auf Leben und Werk seines Namensgebers – weiterentwickelt werden.

Online Kultur erleben

Kunst- und Kulturgenuss aus der Hand des einstigen Haydn-Mäzens Esterhazy kann man schon jetzt virtuell erleben. Seit knapp einem Jahr bringt die Online-Plattform „esterhazy@home“ Geschichte ins Wohnzimmer.

Sie gewährt unter esterhazy-at-home.at Einblicke in die Gemächer der Fürstin oder die höfische Jagd; alle öffentlich zugänglichen Räume sind virtuell zu begehen. Zudem gibt es Kurzvideos aus den Sammlungen und Aufnahmen klassischer Konzerte.

Auch an die jüngsten Gäste wurde gedacht: Kommissar Trampel – der fürstliche Hund – lädt zum Detektivspiel auf die Burg Forchtenstein und ins Schloss in Eisenstadt.

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