Doskozils Bruder wird Leiter des Staatsschutzes
Noch hat das Innenministerium die Personalie nicht bestätigt, aber nach dem Sanktus durch die Personalvertretung im Zentralausschuss ist fix, worüber der KURIER bereits Anfang Dezember des Vorjahres berichtet hat: Der neue Leiter des Landesamtes für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) im Burgenland heißt Doskozil.
Klaus Doskozil, jüngerer Bruder von Landeshauptmann und Ex-Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil und wie der sozialdemokratische Politiker gelernter Polizist mit Streifendiensterfahrung in Wien und Jusstudium.
Zuletzt war der jüngere Doskozil zum Staatsschutz in Wien abkommandiert.
Neben Doskozil hatten auch drei Bewerber aus der Landespolizeidirektion Burgenland Interesse am Führungsjob angemeldet. Alle seien qualifiziert, dementsprechend groß sei die Enttäuschung über die Besetzung „von außen“, hört man im Haus. Für jüngere Kolleginnen und Kollegen mit Karriereambitionen sei dergleichen frustrierend.
Wiewohl niemand in Abrede stellt, dass auch der nun zum Zug gekommene 41-jährige Doskozil bestens geeignet ist, als Behördenleiter die Abteilung mit rund 30 Mitarbeitern zu führen. Zu seinen Aufgaben gehört auch der Personenschutz von Politikern – also auch seines Bruders. Klaus Doskozil tritt sein Amt am 1. Februar an, er folgt Franz Schmickl, der nach zwölf Jahren an der Spitze in Pension geht.
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