Frauengesundheit Burgenland: 6.200 Behandlungen seit dem Start

Fünf Personen stehen nebeneinander in einem modernen, hellen Raum und lächeln in die Kamera.
Der Ersatz für die unbesetzte Facharztstelle im Bezirk Güssing wird gut angenommen.

Zusammenfassung

  • Das Ambulatorium Frauengesundheit Burgenland in Güssing schließt seit Dezember 2024 eine Versorgungslücke in der gynäkologischen Kassenversorgung mit bisher rund 6.200 Behandlungen.
  • Mit dem schrittweisen Ausbau des Teams und der Aufnahme des regulären Betriebs ab 2025 wurde die Versorgungssicherheit im Südburgenland verbessert.
  • Das Modell ist Teil einer langfristigen Strategie, um durch angestellte Ärzte auf Kassenbasis dem Mangel an Kassenärzten entgegenzuwirken.

Rund 6.200 Untersuchungen und Behandlungen wurden in der Frauengesundheit Burgenland in Güssing seit dem Start durchgeführt. Das Ambulatorium schließt damit eine Lücke in der gynäkologischen Kassenversorgung im Südburgenland, nachdem die Facharztstelle in der Region zuvor mehr als ein Jahr lang unbesetzt war.

Der Betrieb wurde im Dezember 2024 aufgenommen. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) spricht von „einer Lösung für einen Bereich, in dem seit Jahren Versorgungsprobleme bestehen.“ Dort, wo Kassenstellen nicht besetzt werden können und Wahlarztkosten für viele Frauen zur Hürde werden, brauche es öffentliche Alternativen. Das Land habe Verantwortung übernommen und über den Spitalsträger eine Struktur geschaffen, die Versorgung wieder gewährleiste.

Langfristige Strategie

Betrieben wird die Einrichtung vom Gesundheitsservice Burgenland. Mit der Gynäkologin Irisz Balint wurde ab 2025 der reguläre Ordinationsbetrieb aufgenommen, seit Juli 2025 verstärkt Dieter Pietsch das Team. Damit wurde das Angebot schrittweise ausgebaut und die Versorgungssicherheit weiter verbessert. Die hohe Zahl an Behandlungen zeigt laut Land, wie groß der Bedarf in der Region ist.

Das Ambulatorium ist Teil einer langfristigen Strategie des Landes. Künftig sollen weitere Einrichtungen entstehen, in denen Ärzte angestellt auf Kassenbasis arbeiten – eng vernetzt mit den Kliniken der Gesundheit Burgenland. Geschäftsführer Franz Öller sieht darin einen österreichweit neuen Ansatz, um dem Mangel an Kassenärzten entgegenzuwirken .

Das Leistungsangebot in der Klinik Güssing reicht von Vorsorge- und Routineuntersuchungen über den Eltern-Kind-Pass bis hin zu akuten gynäkologischen Beschwerden. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Klinik Oberwart ist bei Bedarf eine weiterführende Abklärung möglich.

Kommentare