Fasching im Burgenland: Zwischen Brauchtum und Unsitte
Symbolbild
Narren auf der Zielgeraden: 100 Tage Fasching gehen mit dem heutigen Faschingsdienstag zu Ende. Damit war die Narrensaison heuer übrigens eine mittellange – der Fasching startet traditionell am 11. November (das Narrenwecken wird im Burgenland freilich vom Landesfeiertag in den Schatten gestellt) und kann mindestens 86 Tage, maximal 120 Tage dauern.
Wer vor der bevorstehenden Fastenzeit heute noch einmal über die Stränge schlagen will, dem sei dies vergönnt. Wo der Spaß ein Ende hat: Wenn zwischen Polonaise und Hochprozentigem die Sicherheit auf der Strecke bleibt.
So geschehen am vergangenen Faschingssamstag, als die „Frauenkirchner Faschingsgaudi“ von einem Zwischenfall überschattet wurde: Eine 61-Jährige kam unter die Räder eines Umzugswagens, die Frau wurde schwer verletzt ins Krankenhaus geflogen. Fairerweise muss ergänzt werden, dass nicht klar ist, ob bei dem Unfall Alkohol eine Rolle gespielt hat. Der Verletzten ist an dieser Stelle jedenfalls rasche und vollständige Genesung zu wünschen.
Unbelehrbare
Ganz sicher und amtlich bestätigt haben sich am vergangenen Faschingssamstag 16 Personen in „illuminiertem“ Zustand hinter das Steuer eines Fahrzeuges gesetzt. So viele Alkohol- und Drogenlenker hat die Polizei nämlich bei einem Planquadrat im Burgenland aus dem Verkehr gezogen – einige gleich für längere Zeit, zwölf Führerscheine wurden abgenommen. Laut Polizei waren darunter auch Wiederholungstäter.
Wie man Fasching traditionell und sicher feiert, zeigen die Oberpetersdorfer. Am vergangenen Wochenende wurden im Mittelburgenland wieder Faschingsbräuche hochgehalten, die anderswo gänzlich unbekannt sind: Ausrufen, Korbheben und Faschingsverbrennen stehen dort auf dem Programm. Und nach dem „Burschentrunk“ wird nicht Auto gefahren – sondern höchstens ein nicht mehr ganz sattelfester „Maschentanz“ zum Besten gegeben.
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