Falsche Polizisten erschleichen Geld: Frau (73) verlor fünfstelligen Betrag

Eine ältere Hand mit Ring tippt auf die Tasten eines schnurlosen Telefons.
Mit einer perfiden Lügengeschichte brachten falsche Polizisten eine 73-Jährige im Burgenland um ihr Erspartes – die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche.

Eine 73-jährige Frau aus dem Bezirk Eisenstadt-Umgebung ist am 8. Jänner 2026 Opfer eines Betrugs durch falsche Polizisten geworden. Kurz vor 12 Uhr erhielt sie einen Anruf auf ihrem Festnetztelefon. Eine Frau am anderen Ende der Leitung gab sich als Polizistin aus Wien aus und behauptete, die Tochter der Burgenländerin habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine schwangere Frau verletzt und deren ungeborenes Kind getötet worden sei.

Um eine angebliche Haftstrafe der Tochter abzuwenden, müsse sofort eine Kaution in der Höhe von 130.000 Euro bezahlt werden. Während des Gesprächs meldete sich ein weiterer Mann, der sich als Rechtsanwalt oder Staatsanwalt ausgab, und im Hintergrund war eine weinende Stimme zu hören, die die Tochter imitierte.

Frau übergab hohe Geldsumme

Die 73-Jährige übergab schließlich einen mittleren fünfstelligen Betrag an einen Mann am vereinbarten Treffpunkt in Wiener Neustadt (NÖ). Erst danach konnte sie ihre Tochter erreichen und erkannte den Betrug.

Die Polizei veröffentlichte eine Personsbeschreibung des Täters:

  • 25 bis 30 Jahre alt, etwa 170 cm groß, schlank, schwarze kinnlange gelockte Haare,
  • schwarzer knielanger Wollmantel, dunkle Jeans, Wollhaube,
  • gepflegtes Erscheinungsbild, keine Brille, kein Bart, schwarze Umhängetasche.

Das Innenministerium warnt erneut vor der Masche der „falschen Polizisten“: Die Täter kontaktieren vor allem ältere Menschen telefonisch, geben sich als Kriminalbeamte aus und setzen ihre Opfer unter Zeitdruck, um sie zur Herausgabe von Bargeld oder Schmuck zu bewegen.

Die Polizei empfiehlt

  • bei solchen Anrufen sofort aufzulegen,
  • sich nicht unter Druck setzen zu lassen und
  • im Zweifel unter der Nummer +43 59 133 Rücksprache zu halten.

Wichtig sei außerdem, niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte zu übergeben und verdächtige Vorfälle umgehend über den Notruf 133 zu melden.

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