Endlich wieder frische Ananas aus Wiesen: Heuer besonders süß
Erdbeerbauer aus Wiesen und Vize-Bürgermeister Christoph Ramhofer, LK-Präsident Nikolaus Berlakovich, Wiesens Bürgermeister Matthias Weghofer, Österreichische Erdbeerkönigin Lara I. und Erdbeerbauer und Bgld. Obstbaupräsident-Stv. Michael Habeler machen auf den Beginn der Erdbeerhaupternte in Wiesen aufmerksam.
Zusammenfassung
- Erdbeersaison in Wiesen gestartet – Haupternte hat begonnen.
- Ernte 2026 wird durchschnittlich, Qualität laut Angaben sehr gut.
- Rund 40 Hektar Anbaufläche und etwa 30 Betriebe im Burgenland.
Die Erdbeersaison in Wiesen, dem zentralen Anbaugebiet im Burgenland, hat begonnen. Vor kurzem startete die Haupternte der Früchte, die auf rund 40 Hektar im Bundesland angebaut werden.
Aufgrund der langen Trockenheit im Frühjahr wird heuer eine mengenmäßig durchschnittliche Ernte erwartet. Gleichzeitig hätten Niederschläge in den vergangenen Tagen dazu beigetragen, dass sich Geschmack und Qualität der Erdbeeren gut entwickeln konnten. Im Schnitt konsumieren Österreicherinnen und Österreicher rund 3,8 Kilogramm Erdbeeren jährlich.
Im Burgenland bewirtschaften knapp 30 Betriebe die Anbauflächen. Das Hauptanbaugebiet liegt im Bezirk Mattersburg, insbesondere rund um Wiesen. Der Großteil der Erdbeeren wird im Freiland produziert, ein kleiner Anteil von etwa zwei Prozent unter geschütztem Anbau wie Folientunneln.
Diese Form des Anbaus gewinnt laut Angaben an Bedeutung, da sie eine gleichbleibende Fruchtqualität und mehr Produktionssicherheit ermöglicht. Bei ausbleibenden Wetterextremen könne die Saison bis Ende Juni positiv verlaufen.
Die Vermarktung erfolgt ab Hof, direkt bei den Erdbeerfeldern, in Bauernläden sowie im Lebensmittelhandel. Der Kilopreis wird heuer – wie bereits im Vorjahr – bei rund 13 Euro erwartet.
Die Ernte wird heuer als durchschnittlich bis leicht unterdurchschnittlich eingeschätzt. Gleichzeitig wird die Qualität der Früchte als sehr gut beschrieben. In den vergangenen Wochen habe es Unsicherheit wegen möglicher Frostnächte gegeben, diese seien jedoch ausgeblieben.
Der Obstbau im Burgenland steht weiterhin vor Herausforderungen. Genannt werden unter anderem Wetterereignisse wie Frost, Trockenheit, Hitze und Hagel. Für die Zukunft seien Investitionen in Schutzmaßnahmen wie Hagelnetze, Frostschutz oder Bewässerungssysteme notwendig.
Als weitere Herausforderung wird der Rückgang verfügbarer Pflanzenschutzmittel genannt. Dies könne die Produktion im Freiland erschweren und langfristig Auswirkungen auf die Versorgung haben.
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