Mitschüler mit Eisenstange geschlagen: Jugendliche vor Gericht
Prozess am Landesgericht Eisenstadt.
Zusammenfassung
- Zwei Jugendliche standen in Eisenstadt vor Gericht, weil sie einen Mitschüler mit einer Eisenstange attackiert haben sollen.
- Die Angeklagten erhielten wegen Geständnis und fehlender Verletzungen eine Diversion und müssen 40 Sozialstunden leisten.
- Die Richterin wertete die Tat als versuchte leichte Körperverletzung und verhängte zusätzliche Vorwürfe wie gefährliche Drohung und Nötigung.
Zwei Jugendliche, die einen Mitschüler mit einer Eisenstange geschlagen haben sollen, sind am Donnerstag in Eisenstadt vor Gericht gestanden.
Der 15-jährige Erstangeklagte gab an, auf den jungen Mann losgegangen zu sein, weil dieser ihn in einem Gruppenchat beschimpft habe und sich nicht dafür entschuldigen wollte. Da das Opfer nicht verletzt wurde und sie sich geständig zeigten, bot die Richterin beiden Angeklagten eine Diversion an. Sie müssen 40 Sozialstunden leisten.
Gemeinsam fingen der 15-Jährige und sein 16-jähriger Freund den Jugendlichen vor der Schule ab und wollten ihn zur Rede stellen. Weil dieser aber nicht reden wollte, habe er ihn zunächst mit der Faust geschlagen und später auch mit einer Eisenstange, die er vom Boden aufgehoben habe, sagte der Erstangeklagte.
Der Zweitangeklagte gestand, seinem Mitschüler eine Ohrfeige verpasst zu haben.
Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt warf beiden versuchte schwere Körperverletzung vor, die Richterin sah jedoch nur eine versuchte leichte Körperverletzung gegeben. Dem 15-Jährigen wurde außerdem gefährliche Drohung zur Last gelegt, dem 16-Jährigen Nötigung, weil er das Opfer nach der Schule festhalten und am Weglaufen hindern wollte.
Nach anfänglichem Leugnen gestanden die syrischen Staatsbürger letztlich auch das zu.
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