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Chronik Burgenland
04/07/2020

Drassmarkt: Mehr als 18 Millionen Eier für Ostern gefärbt

Bei der Firma Schlögl läuft die Osterproduktion auf Hochtouren. Gefragt sind heuer verstärkt Frischeier - wohl zum Selbstfärben.

von Claudia Koglbauer-Schöll

Im Familienbetrieb von Familie Schlögl an den Standorten in Stoob-Süd und Draßmarkt sieht man derzeit rot und auch gold, blau, gelb, orange und viele andere Farben.

Es wird dick aufgetragen: In vier Schichten werden Eier gefärbt. Die Vorbereitungen für das Osterfest laufen bei einem der größten Eierproduzenten Österreichs auf Hochtouren.

18,5 Millionen Eier werden laut Firmengründer Anton Schlögl dieses Jahr von Jänner bis Ostern in der Halle in Draßmarkt gefärbt.

Damit wird zwar zwar um etwa 15 Prozent weniger Eiern ein „buntes Outfit“ verpasst als im Vorjahr. Dafür sei heuer die Nachfrage nach Frischeiern höher als üblich, schildert Geschäftsführerin Barbara Schlögl.

Viereinhalb Millionen Eier pro Woche

Aufgrund der Corona-Krise würde es weniger Ostereier-Abnehmer aus Großküchen geben. Auch Veranstaltungen, bei denen die bunten Eier sonst verteilt werden, fielen weg.

Das Minus von 15 Prozent gleiche man aber mit der Lieferung von Frischeiern aus.

Pro Woche produziert der Betrieb etwa vier Millionen Eier in Stoob-Süd, vor Ostern sind es 4,5 Millionen. „Dieses Jahr werden viele Familien ihre Ostereier wohl selber färben “, vermutet Barbara Schlögl, selbst Mutter eines Sohnes.

Färben mit Maske

Es sind besondere Bedingungen, die vor Ostern im Familienbetrieb herrschen. „Wir haben immer strenge Qualitätskriterien. In Zeiten von Corona haben werden diese aber noch einmal verschärft“, sagt Barbara Schlögl.

Die etwa 100 Mitarbeiter tragen Schutzmasken beim Abpacken und Färben der Eier. Vor dem Betreten des Arbeitsplatzes muss sich jeder gründlich die Hände waschen und desinfizieren. Die Arbeit und auch die Pausen sind in Schichten eingeteilt, damit auch der Sicherheitsabstand eingehalten werden kann.

„Wir haben eine große Verantwortung unseren Mitarbeitern, aber auch unseren Lieferanten gegenüber“, sagt Anton Schlögl.

Etwa 100 Landwirte – vor allem aus dem Burgenland und Niederösterreich – beliefern den Eierproduzenten. Eine Rückverfolgung bis zum Produzenten sei gewährleistet.

„Jedes Ei, das unseren Betrieb verlässt, ist in einer Datenbank registriert“, sagt die Geschäftsführerin.

Von der Vielfalt der Osterware können sich Kunden auch beim Ostermarkt in Stoob-Süd überzeugen. Das ganze Sortiment an bunten Ostereiern wird dort zum Verkauf angeboten.

Auf Wunsch wird die Ware den Kunden auch in deren Kofferraum geladen.

Beliebt seien heuer die neuen, manuell verzierten Eier. Aber auch die Bio-Eier, die mit natürlichen Farbstoffen wie etwa einem Paprikaextrakt oder Traubentrester gefärbt werden, sind begehrt.

Große Nachfrage nach Bio-Eiern

Einziger Wermutstropfen: Man würde mehr Bio-Eier benötigen, als produziert werden können.

Strenge Auflagen und Proteste in Gemeinden bezüglich des Haltens von Hühnern auf der Wiese würden potenzielle Bioeier-Produzenten verschrecken.

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