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Chronik Burgenland
06/30/2020

„Damit die Erde keine Bratpfanne wird“

Burgenlands Grüne starteten am Montag Sommerkampagne gegen die Trockenheit

Burgenlands Grüne haben in Eisenstadt eine Kampagne gegen Trockenheit vorgestellt. Mit Workshops, Aktionen und Veranstaltungen wollen sie im Sommer auf das Thema hinweisen. Im Landtag und in Gemeinderäten wolle man Anträge einbringen, „wie wir künftig zumindest die Auswirkungen der extremen Hitze und dem damit verbundenen Wassermangel abmildern können“, sagt Landessprecherin Regina Petrik.

Der Boden sei trocken, der Grundwasserspiegel historisch niedrig und Meteorologen würden den nächsten Rekordsommer ankündigen. Die Grünen starten daher „eine Kampagne, damit die Erde keine Bratpfanne wird“. „Das Burgenland ist österreichweit der größte Bodenvernichter durch Versiegelung. Wir müssen hier endlich neue Wege einschlagen, damit der Boden den Regen auch aufnehmen kann und unsere Grundwasserspiegel auffüllt“, stellte Landtagsabgeordneter Wolfgang Spitzmüller fest. Darüber hinaus brauche es Landesförderungen für Brauchwasseranlagen und Maßnahmen zur Beschattung. Diese sei nämlich „die beste und natürlichste Klimaanlage“. Eine Pipeline in den Neusiedler See lehnen die Grünen aus ökologischen Gründen explizit ab. Die Austrocknung des Sees sei Thema der Podiumsdiskussion „Naturjuwel Neusiedler See“ am 16. Juli in Neusiedl/See mit einer Expertenrunde.

Info-Broschüre

„Es wird eine Info-Broschüre über Hitze- und Wasserschutz geben und auch im virtuellen Raum werden wir Aktionen durchführen“, kündigte Kampagnenmanagerin Martina Hajdusich an. Es müssten viele kleine, aber auch einige gewichtige Maßnahmen ergriffen werden.

„Die Gemeinden können viel tun, wir selbst können einiges tun, aber vor allem die Landesregierung kann sehr viel tun“, stellte Petrik fest.