Abpfiff: Das Burgenland stellt den Spielbetrieb ein

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Chronik Burgenland
10/23/2020

Coronavirus: Burgenland verschärft Vorsorgemaßnahmen

Verbot für Sportveranstaltungen bei Sportarten mit Körperkontakt, aber Spitzensport und Nachwuchsbereich sind ausgenommen.

Als Reaktion auf den Ampelstatus „Rot“ im Bezirk Neusiedl am See verschärft das Burgenland die Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19. Landesweit sind ergänzend zu den Bestimmungen des Bundes Veranstaltungen von Sportarten mit Körperkontakt ab heute, Freitag, untersagt, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) laut Aussendung. Ausgenommen von dem per Verordnung erlassenen Verbot sind Veranstaltungen im Spitzen- und im Nachwuchssport sowie bei Sportarten ohne Körperkontakt.

Zu den Kontaktsportarten zählen etwa Fußball, Judo, Eishockey und Basketball. Die Verordnung trete ab Kundmachung in Kraft. Das Land reagiere verantwortungsvoll und angemessen auf die neue Entwicklung, stellte Doskozil fest. Wegen eines starken Anstiegs der Covid-19-Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen hatte die Corona-Ampel-Kommission entschieden, den Bezirk Neusiedl am See auf die Ampelphase „Rot“ und den Bezirk Oberpullendorf auf „Orange“ zu setzen. Die Bezirke Oberwart und Güssing behalten die Ampelfarbe „Orange“.

Bei den nicht vom Verbot betroffenen Veranstaltungen sind in geschlossenen Räumen höchstens bis zu 250 Zuschauer erlaubt, im Freiluftbereich beträgt die Höchstzahl 500 Personen. Für die Zuschauer gibt es zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze.

Nachwuchs darf spielen

Im Nachwuchsbereich sind mit Ausnahme der Angehörigen von minderjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern keine Besucher gestattet. Auch hier müssen zugewiesene Sitzplätze benützt werden. Bei den erlaubten Sportveranstaltungen sind Gastronomie bzw. Ausschank nicht gestattet. „Unser Ziel ist es, möglichst angemessen auf die aktuelle Entwicklung zu reagieren. Daher haben wir uns bei dieser neuen Verordnung auch eng mit betroffenen Zielgruppen abgestimmt“, erläuterte der Landeshauptmann.

„Umso unverständlicher“ sei für ihn die Vorgangsweise der Bundesregierung bei der neuen bundeseinheitlichen Verordnung, die nun erst in der Nacht auf Sonntag in Kraft trete: „Es ist absolut nicht nachvollziehbar, dass wenige Stunden vor dem geplanten Inkrafttreten dem Burgenland kein Verordnungstext vorgelegen ist, obwohl offenbar schon seit Montag ein Entwurf zwischen einzelnen Bundesländern und Ministerin kursiert ist“, kritisierte Doskozil.

Doskozil: "So managt man keine Gesundheitskrise"

Er habe „kein Verständnis dafür, dass die Bundesregierung in der gegenwärtigen Situation, in der es um die Gesundheit von Menschen geht, bei ihrer Kommunikation mit den Ländern offenbar parteipolitisch agiert hat. So managet man keine Gesundheitskrise. Das darf künftig nicht mehr passieren, so managt man keine Gesundheitskrise“. Er erwarte sich in Zukunft eine einheitliche Kommunikation mit allen Bundesländern, so der Landeshauptmann.

Auch der Bezirk Neusiedl am See reagierte am Freitag mit einer eigenen Verordnung auf den Ampelstatus „Rot“: Die Besucherhöchstzahl für alle Indoor-Veranstaltungen wurde auf 100, bei Outdoor-Veranstaltungen auf 250 Besucher beschränkt. Auch im Bezirk Oberpullendorf wurden aufgrund des dortigen orangen Status die Besucherzahlen angepasst. Indoor gilt nun die Höchstzahl 250, im Freien sind maximal 500 Personen erlaubt.

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