Nach Winterchaos: Strom wieder da – mehrere Straßen noch gesperrt
„L361 Altschlaining Goberling“: Die Arbeiten entlang der L361 Altschlaining Goberling laufen auf Hochtouren.
Zusammenfassung
- Die Stromversorgung im Burgenland ist nach dem Wintereinbruch vollständig wiederhergestellt.
- Einzelne Straßen, darunter mehrere Landesstraßen, bleiben vorerst gesperrt; Arbeiten laufen weiter.
- Laut Burgenland Energie war der starke Schneefall ein „historisches Unwetterereignis“ mit massiven Schäden an Stromleitungen.
Die Stromversorgung im Burgenland ist nach dem Wintereinbruch vollständig wiederhergestellt. Laut Burgenland Energie sind inzwischen alle Trafostationen wieder am Netz. Zahlreiche Leitungen waren vor allem im Süden des Landes von umgestürzten Bäumen beschädigt worden, wodurch tausende Haushalte vorübergehend ohne Strom waren.
Insgesamt waren 10.000 Haushalte der rund 134.000 burgenländischen Haushalte von den Störungen betroffen. Der Schwerpunkt lag in den Bezirken Jennersdorf und Güssing. Inzwischen sind alle Haushalte wieder am Stromnetz. Nur in vereinzelten Fällen, in denen die direkte Hauszuleitung beschädigt wurde, laufen noch Reparaturarbeiten.
Die längste Unterbrechung gab es in Neuhaus am Klausenbach: Dort fiel der Strom von Freitag, 4 Uhr früh, bis Samstag, 19 Uhr aus. Notstromaggregate wurden im Feuerwehrhaus und im Pflegeheim installiert.
Auch die Feuerwehren waren massiv gefordert: Von Freitag bis Samstag wurden im Burgenland 13 Brandeinsätze und 1.151 technische Einsätze verzeichnet, wie Franz Kropf vom Landesfeuerwehrkommando Burgenland mitteilte. Vier Menschen mussten aus Fahrzeugen gerettet werden. Rund 6.100 Feuerwehrleute - Mehrfachzählungen sind möglich - standen im Einsatz und leisteten insgesamt mehr als 12.000 Arbeitsstunden.
Historisches Ereignis
Der starke Schneefall am Freitag sei „ein historisches Unwetterereignis“ gewesen, das zu massiven Schäden an den Stromnetzen geführt habe, erklärte Stephan Sharma, Vorstandsvorsitzender der Burgenland Energie. Insgesamt 200 Trafostationen wurden wieder an das Netz angebunden.
Am Samstag standen 85 Einsatzkräfte von Netz Burgenland, Burgenland Energie und externe Helfer im Dauereinsatz und konnten 5.000 noch unversorgte Haushalte wieder ans Netz bringen. Ein Mitarbeiter wurde verletzt.
Trotz des außergewöhnlichen Ereignisses verweist der Netzbetreiber auf die hohe Versorgungszuverlässigkeit: 2024 lag die durchschnittliche Ausfallzeit im Burgenland bei 13,72 Minuten pro Haushalt – deutlich unter dem Österreich-Schnitt von 23,41 Minuten laut E-Control.
„L361 Altschlaining Goberling“: Die Arbeiten entlang der L361 Altschlaining Goberling laufen auf Hochtouren.
Während die Stromlage stabil ist, bleibt die Situation auf einigen Straßen weiterhin angespannt. Laut Polizei sind derzeit noch mehrere Landesstraßen gesperrt. Betroffen sind:
- die L262 von der B50 Richtung Markt Allhau,
- die L360 zwischen Buchschachen, Riedlingsdorf und Oberwart sowie
- die L361 zwischen Stadtschlaining und Goberling.
Alle Strecken verlaufen durch Waldgebiete und bleiben aufgrund von Schneebruch vorerst unpassierbar. Eine genaue Freigabe könne derzeit nicht zugesichert werden, hieß es seitens der Polizei. Man gehe jedoch davon aus, dass zumindest eine der betroffenen Straßen bis Montag am späten Nachmittag wieder geöffnet werden kann.
Kommentare