Wie 90 Millionen Euro die Müllentsorgung im Burgenland verändern
Steigende Kosten, mehr Müll, höhere Anforderungen - das System wächst: 90 Millionen Euro fließen in die Zukunft der Entsorgung.
Die Unternehmensgruppe Burgenländischer Müllverband (BMV) und Umweltdienst Burgenland (UDB) hat seit 2020 rund 90 Millionen Euro in die Modernisierung und Weiterentwicklung der Abfallwirtschaft im Burgenland investiert. Ziel ist es, Versorgungssicherheit, Servicequalität sowie Umwelt- und Klimaschutz langfristig sicherzustellen.
Trotz deutlich steigender Kosten – etwa bei Treibstoff und Energie – von bis zu 60 Prozent in den vergangenen sechs Jahren wurde die Leistungsfähigkeit weiter ausgebaut. Die Versorgung im gesamten Bundesland konnte damit stabil gehalten und gleichzeitig modernisiert werden.
- Die Unternehmensgruppe ist täglich für die Entsorgung von rund 130.000 Haushalten und Anlagen verantwortlich.
- Jährlich werden mehr als 4 Millionen Entleerungen bei Restmüll, Bioabfall und Altpapier durchgeführt.
- Das entspricht einer Steigerung von über 15 Prozent seit 2020.
- Zusätzlich legen die Müllsammelfahrzeuge jährlich mehr als 2,3 Millionen Kilometer zurück.
Ein Schwerpunkt lag auf der Modernisierung der Infrastruktur. Für Unternehmensstandorte und regionale Abfallsammelstellen wurden rund 25 Millionen Euro investiert.
Weitere 35 Millionen Euro flossen in nachhaltige Infrastruktur, moderne Arbeitsausstattung und die Erneuerung der rund 150 Fahrzeuge umfassenden Flotte. Zum Einsatz kommen unter anderem emissionsarme Fahrzeuge, darunter bereits fünf Elektro-LKWs. Parallel dazu wird die Energieautarkie durch Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von über 1.600 kWp ausgebaut.
Auch die Gemeinden profitieren: Leistungen im Wert von rund 30 Millionen Euro wurden in den vergangenen sechs Jahren bereitgestellt. Diese Unterstützung wirkt sich indirekt auch auf die Bevölkerung aus.
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