Auch Eisenstadt hat nun Cybercrime-Trainingscenter der Polizei
Die burgenländische Polizei hat am Dienstag ihr Cybercrime-Trainingscenter in Eisenstadt eröffnet. Ab Mai sollen dort Polizistinnen und Polizisten darin geschult werden, Betrugsfälle im Internet, Online-Radikalisierung und Hackerangriffe aufzuklären.
Neben einer Grundausbildung für alle wird es auch Fortbildungen und Spezialausbildungen für Spezialisten wie die Cyber-Cobra geben, erläuterte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP).
Nach Linz und Klagenfurt ist das Trainingscenter in Eisenstadt das dritte seiner Art.
Die Polizei reagiere damit auf die Entwicklungen in den vergangenen Jahren. In der polizeilichen Anzeigenstatistik habe der Bereich Cybercrime und Online-Radikalisierung am meisten zugenommen, sagte Karner.
Vier bis fünf Anzeigen pro Tag und 30 bis 35 Anzeigen pro Woche sind es laut Landespolizeidirektor Martin Huber im Burgenland. Praxisnahe Schulungen mit fiktiven Fällen Für die Polizei sei es deshalb wichtig, sich in diesen Bereichen ständig fitzuhalten, um die Bevölkerung sensibilisieren und Fälle aufklären zu können, meinte Karner. Es brauche die entsprechenden Möglichkeiten, online Spuren zu sichern, moderne Ermittlungen zu führen und die Opfer zu unterstützen, so Huber.
Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) betonte, dass solche Einrichtungen auch für die öffentliche Verwaltung wichtig seien. Erst im Vorjahr sei die burgenländische Landeshauptstadt angegriffen worden, was aber zum Glück früh bemerkt worden sei.
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