Wenn das Auto streikt: Kältewelle bringt ARBÖ an die Einsatzgrenze

Ein Mann in Warnkleidung prüft mit einem Diagnosegerät den Motor eines Autos in einer Werkstatt.
Kälte im Burgenland: 300 ARBÖ-Pannenhilfen in einer Woche – defekte Batterien Hauptursache, Experten raten zu Batterietests.

Mit dem Eintreffen der Kältewelle hat auch die Hochsaison für die ARBÖ-Pannenfahrer im Burgenland begonnen. „In den vergangenen sieben Tagen mussten die ARBÖ-Techniker zu gut 300 Einsätzen ausrücken“, erklärte Gerhard Graner, technischer Leiter des ARBÖ Burgenland. Um die steigende Zahl an Pannen zu bewältigen, wurde das Pannenteam ebenso wie der Bereitschaftsdienst für Nachteinsätze aufgestockt.

In rund 80 Prozent der Fälle waren defekte Batterien der Grund für die Einsätze. „Wie immer in diesen Kältephasen geben schwache, ältere Akkus den Geist auf“, so Graner. Eine einfache Vorsorgemaßnahme sei der rechtzeitige Austausch alter Autobatterien. Die Leistungsfähigkeit könne bei einem Batteriecheck in den ARBÖ-Prüfzentren festgestellt werden.

Sensoren regelmäßig reinigen

Etwa zehn Prozent der Pannen wurden durch elektronische Defekte verursacht. „Moderne Fahrzeuge verfügen über viele elektronische Systeme. In den letzten Tagen häuften sich Ausfälle von Assistenzsystemen, etwa beim Bremsassistenten oder Tempomat“, erklärte Graner. Ursache seien oft verschmutzte oder vereiste Sensoren, die regelmäßig gereinigt werden sollten.

Auch klassische Winterprobleme wie vereiste Türschlösser oder defekte Zentralverriegelungen sorgten für zusätzliche Einsätze.

Der ARBÖ bleibt in erhöhter Bereitschaft: „Da es auch in den kommenden Tagen kalt bleiben soll, bleibt der Pannendienst weiterhin verstärkt, um den Autofahrern im Burgenland rasch helfen zu können“, kündigte Graner an.

Damit es gar nicht erst zu einer Panne kommt, gibt der ARBÖ folgende Tipps für Autofahrer:

  • Vor längeren Fahrten oder Terminen einen Teststart durchführen, um eine schwache Batterie frühzeitig zu erkennen.
  • Beim Startvorgang Verbraucher wie Heizung oder Klimaanlage ausschalten, um die Batterie zu entlasten.
  • Starthilfekabel im Auto mitführen, um im Notfall helfen zu können.
  • Bei Dieselfahrzeugen Frostschutz in den Tank geben, um ein Ausflocken des Treibstoffs zu verhindern.

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