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Warum Angelina Jolie ihre Mastektomie öffentlich machte

Aufgrund eines drastisch erhöhten Krebsrisikos ließ sich Hollywood-Star Angelina Jolie (46) 2013 beide Brüste amputieren. Mit der Entscheidung ging sie stets sehr offen um. Warum sie einen derart persönlichen Einschnitt in ihr Leben teilen wollte, erklärt sie in der neuen Ausgabe von Health Innovation, bei der sie als Gast-Redakteurin auftritt.

Starke Mütter

Jolies Mutter, Großmutter und Tante starben an Krebs, deswegen unterzog sich die Schauspielerin selbst einer vorbeugenden Doppelmastektomie. Zwei Jahre später ließ sie auch Eierstöcke und Eileiter entfernen - Der Tod ihrer Tante hatte sie zu einer Blutuntersuchung veranlasst, die ergab, dass ihr Brustkrebsrisiko bei 87 und das Risiko für Eierstockkrebs bei 50 Prozent lagen. "Ich werde oft gefragt, wie sich meine medizinischen Entscheidungen und meine öffentliche Meinung auf mich ausgewirkt haben", beginnt Jolie ihren Essay. "Ich habe einfach das Gefühl, Entscheidungen getroffen zu haben, um meine Chance zu verbessern, meine Kinder aufwachsen zu sehen und meine Enkel zu treffen. Meine Hoffnung ist es, so viele Jahre wie möglich in ihrem Leben und für sie da zu sein." Es war ihr wichtig, das zu teilen.

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Jolie ist nach wie vor am Boden zerstört vom Tod ihrer Mutter Marcheline Bertrand, die 2007 nach einem jahrelangen Kampf gegen Eierstock- und Brustkrebs starb. Sie wurde nur 56 Jahre alt. "Ich habe über ein Jahrzehnt ohne Mutter gelebt", schreibt sie. "Sie traf nur einige ihrer Enkelkinder und war oft zu krank, um mit ihnen zu spielen. Meine Mutter kämpfte ein Jahrzehnt gegen die Krankheit und schaffte es bis in ihre 50er Jahre. Meine Großmutter starb in ihren 40ern", erinnert sich die sechsfache Mutter.

Schönheit der Narben

Die Entscheidung, sich Teile des eigenen Körpers vorsorglich entfernen zu lassen, wirkt nichtsdestotrotz drastisch und schwer zu treffen. Bereut hat Jolie das allerdings nicht. Auf ihre Narben ist sie stolz. "Die Leute fragen auch, wie ich mich mit den physischen Narben fühle", fügt sie hinzu. "Ich denke, unsere Narben erinnern uns an das, was wir überwunden haben. Sie sind Teil dessen, was jeden von uns einzigartig macht. Diese Vielfalt ist eines der schönsten Dinge an der menschlichen Existenz."

Sie müsse zwar Hormone nehmen und regelmäßig zum Arzt gehen, aber das sei Jolie egal. Was für sie zähle, ist am Leben zu sein. Zudem fühle sie sich anderen Frauen nun mehr verbunden und führe manchmal Gespräche "mit Fremden über Gesundheit und Familie".