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Maresa Hörbiger über unerfüllte Liebe und ihre Schwester Christiane

"Weihnachten ist das Fest der Liebe, wie auch immer und in welche Richtung auch immer. Man muss denken und fühlen. Ich möchte nicht sentimental werden, aber ich glaube, danach muss man feiern“, so Schauspielerin Maresa Hörbiger im KURIER-Talk. 

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Morgen, Samstag, hält sie als Einstimmung im Wiener Schloss Wilhelminenberg eine besondere Arthur-Schnitzler-Lesung (Alle Infos: theaterimsalon.at) – wird die berühmten „Weihnachtseinkäufe“ und den Briefwechsel zwischen Arthur Schnitzler (1862–1931) und seiner „Seelenverwandten“ Olga Waissnix (1862–1897) vortragen.

„Diese Frau war eigentlich schuld, dass er nicht Arzt geblieben ist, sondern Schriftsteller wurde. Das war eine platonische Liebe, weil gesellschaftlich war das damals nicht möglich, aus der Ehe auszubrechen. Während ich die Briefe gelesen habe, habe ich immer das Gefühl gehabt: So schad, warum ging es nicht bis zu dieser erotischen Erfüllung? Aber das kann man auch ganz anders sehen – und Olga Waissnix ist auch die Vorlage für die Figur der ,Gabriele’ aus den ,Weihnachtseinkäufen’.“

Glanz-Gabriele

Die Verkörperung der ,Gabriele’ ist im Hause Hörbiger quasi eine Familientradition, denn „wenn man ganz aufrichtig ist, war meine Mutter (Anmerk.: Paula Wessely) die Glanz-Gabriele. Das war im Burgtheater etwas ganz Großes und ich glaube, eine bestimmte Generation denkt da immer noch daran. Aber Christiane und ich haben es auch verbrochen – oder auch nicht“, meint sie lachend.

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Apropos Lachen, gerade der Humor hat ihre Schwester Christiane (verstarb am 30. November 2022) und sie innigst verbunden. „Das war sehr, sehr vordergründig. Und das geht mir sehr ab. Ich habe niemanden – leider auch im Moment nicht – mit dem ich so gelacht habe, wie mit ihr“, so Maresa, die ihre Schwester „unendlich“ vermisst.

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Und fürs neue Jahr würde sie sich genau das wünschen. „Ich wünsche mir Lachen. Fröhlich sein, trotz dem, was jetzt in der Welt passiert. Dass wir einen positiven, persönlichen Weg finden. Dass wir persönlich positiv bleiben. Und das ist, glaube ich, nicht so leicht. Aber es ist ein Vorsatz.“

Unerfüllte Liebe

Und auch mit unerfüllten Lieben – genau wie bei Schnitzler und Waissnix – kennst sich Maresa Hörbiger aus, wie sie verrät. „Ja, hab’ ich schon gehabt. Einen unglaublichen Irrtum, von dem ich sehr, sehr lange gedacht habe, es ist kein Irrtum, bis ich dann nach einigen Jahren gemerkt habe, es ist ein unfassbarer Irrtum! Und dann bin ich ausgestiegen und das war mit ein Grund, dass ich nach Venedig gegangen bin. Ich bin aber total ausgesöhnt. Das war auch ein guter Anlass, nach Venedig zu fahren.“

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Weihnachten wird sie bei der Familie, Sohn Manuel Witting und ihren drei Enkelsöhnen in Wien verbringen, Silvester eben in ihrer Sehnsuchtsstadt Venedig. „Ich habe eine Terrasse, wo ich direkt auf San Marco sehe, und auf das freue ich mich so sehr, wenn das Feuerwerk kommt und die Stadt erleuchtet ist.“

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Wie Weihnachten im Hause Hörbiger früher abgelaufen ist („Es war so, dass mein Vater immer wollte, dass wir ganz überrascht sind.“) und ihre neuen Projekte („Ich bin interessiert an großen weiblichen Persönlichkeiten.“), sehen Sie im Video oben.