Sport/Wintersport

Corona-Verdacht: Österreichisches Olympia-Trio darf nicht nach Peking

Um 13.50 Uhr hebt an diesem Freitag der Charterflieger des ÖOC von Wien-Schwechat Richtung Peking ab. 46 österreichische Sportler sollten mit an Bord sein, doch drei Plätze bleiben leer. Für Langlauf-Star Teresa Stadlober, Slalomläuferin Katharina Gallhuber und Bobpilotin Katrin Beierl heißt es vorerst: Bitte warten.

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Die drei Sportlerinnen bestanden nicht den medizinischen Sicherheitscheck, dem sich jedes Mitglied der Olympia-Delegation vor dem Einchecken in den Flieger noch unterziehen musste. "Katrin Beierl ist frisch genesen, ihre CT-Werte der letzten Tage waren aber noch zu schwankend, um sie ruhigen Gewissens nach China reisen zu lassen", erklärt ÖOC-Chefarzt Bernhard Unterkofler. "Das Risiko, dass sie in Quarantäne müsste, wäre aktuell noch zu groß. Diese Erfahrung möchten wir ihr gerne ersparen."

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Die anderen zwei Sportlerinnen lieferten auffällige Corona-Test ab. "Bei Teresa Stadlober und Katharina Gallhuber müssen wir die letzten Testergebnisse noch im Detail evaluieren, um endgültig Klarheit zu haben", erklärt Bernhard Unterkofler.

Deshalb ging man beim ÖOC auf Nummer sicher. „Vorsicht ist oberste Prämisse, gerade bei einem Charterflug, wo wir 46 Aktive und knapp 100 Betreuerinnen und Betreuer mit an Bord haben“, erklärt ÖOC-Chef-de-Mission Christoph Sieber.

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Wann das Trio nach Peking nachreisen kann, steht aktuell noch nicht fest, hängt von den weiteren Testergebnissen ab. „Wir haben schon bei den Sommerspielen in Tokio im Vorfeld sehr strenge Kontrollen und Richtlinien angewendet. Auch da mussten Flüge von Athletinnen und Athleten verschoben werden. Aber diese Vorsicht wurde im Nachhinein belohnt. In Japan hatten wir fünf Wochen lang keinen einzigen Corona-Fall“, bekräftigt ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel.