Sport/Fußball

Warum Trainer Feldhofer nach Greil auch Peretz zu Rapid holen will

Nach der Transferzeit ist vor der Transferzeit. Die Rapidler wissen erst nach dem Schlusspfiff gegen Klagenfurt Sonntagabend, ob es in der Meister- oder Quali-Gruppe weitergeht. Der künftige Kader nimmt jedenfalls schon Gestalt an.

Der erste von mehreren Spielern, die frühzeitig verpflichtet werden sollen, ist noch vor dem direkten Duell als Zugang fixiert worden: Patrick Greil kommt im Sommer ablösefrei.

Ebenfalls ablösefrei zu haben ist Eliel Peretz. „Ich war von ihm überzeugt und fühle mich bestätigt“, sagt Ferdinand Feldhofer, der noch beim WAC den 25-Jährigen ausgesucht hat. Der Rapid-Trainer war in Wolfsberg teilweise auch mit Aufgaben eines Sportdirektors betraut.

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Nach Verletzungen ist der Israeli nun einer der Stärksten im  Erfolgsteam des WAC. „Ein für uns sehr interessanter Spieler“, sagt Feldhofer über den rechten Part in der Raute.

Da in Hütteldorf einhellig die Meinung herrscht, dass der Kader zu klein gewachsen sei, würde bei Peretz auch die Größe passen: Der Rechtsfuß ist 1,89 Meter groß.

Neben der Technik sprechen aber vor allem die Offensivqulitäten für ihn. Vier Tore und fünf Assists gab es in dieser Bundesliga-Saison bereits.

Offensiv-Option

Feldhofer sieht seinen Wunschspieler auch für offensivere Aufgaben geeignet, als Zehner oder zweite Spitze. Allerdings: Peretz ist nach seinen starken Auftritten auch in den Niederlanden gefragt.

Da der Vertrag in Wolfsberg mit Saisonende ausläuft, kann der ehemalige U-21-Teamspieler (neun Einsätze) alle Angebote in Ruhe abwägen, eine Entscheidung ist anders als bei Greil noch nicht gefallen.

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Beim künftigen Zugang aus Klagenfurt hat die bewährte Taktik gegriffen. Vor einem Jahr hat es geklappt, so legt es Rapid auch heuer an: 2021 wurden Marco Grüll und Robert Ljubicic bald nach dem Ende der Wintertransferzeit als – wie sich herausstellte echte – Verstärkungen für die kommende Saison präsentiert. Und auch 2022 wollen die Hütteldorfer möglichst früh Wunschtransfers abwickeln.

Jener von Patrick Greil hätte erst nach dem direkten Duell bekannt werden sollen. Der Spielmacher trifft mit Klagenfurt am Sonntag auf seine künftigen Kollegen. Gut möglich, dass einer der beiden Vereine nach Schlusspfiff in die Quali-Gruppe rutscht.

Die „Krone“ berichtet aktuell von der Unterschrift von Patrick Greil bei Rapid. Nur die offizielle Bestätigung steht noch aus.

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Viele Interessenten

Der 25-Jährige hat bereits im Herbst auf Sky erzählt, dass er einmal gerne nach Hütteldorf wechseln würde. Im Winter ist der Transfer noch knapp gescheitert. Für andere Optionen hat sich der technisch starke Spätstarter trotzdem nicht mehr interessiert, einige Klubs wie der LASK kamen nicht mehr zum Zug.

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Laut KURIER-Informationen hätte der gebürtige Salzburger auch ablösefrei (und für mehr Gehalt) in die 2. Deutsche Bundesliga wechseln können. Doch die Entscheidung fiel für Wien, wo die Verantwortlichen schon früh die Pläne mit dem Mittelfeldmann skizziert haben.

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Mann für die Raute

Für zwei Positionen sehen die Verantwortlichen den Neuzugang als Verstärkung: Als Zehner, wie in Klagenfurt, oder - und das dürfte das Hauptaufgabengebiet werden - auch als Achter mit klugem Passspiel in einer Mittelfeldraute.

Am Sonntag wird Klagenfurt-Trainer Pacult wohl dennoch auf die Qualitäten von Greil setzen. Gegen Rapid.