Finanzamtsleiter widerlegt Aussagen von Thomas Schmid zu Sobotka-Intervention

Vor 2020 soll keine Steuerprüfung des Alois-Mock-Instituts geplant gewesen sein.
Ein Mann im Anzug mit roter Krawatte sitzt vor einem Bücherregal.

Die ÖVP sieht die Aussagen von Thomas Schmid hinsichtlich einer Intervention von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka im Bezug auf eine Steuerprüfung beim Alois-Mock-Institut als widerlegt an.

Der ehemalige Generalsekretär im Finanzministerium hatte ja angegeben, dass Sobotka sich im Jahr 2014 wegen einer Steuerprüfung des Alois-Mock-Instituts und der Erwin-Pröll-Stiftung bei ihm beschwert habe und das dann in Sobotkas Sinne erledigt worden sei.

Sobotka hatte dazu bereits vor wenigen Tagen ein Papier einer Steuerberatungskanzlei vorgelegt, demnach für das Mock-Institut weder Prüfungen durch die Abgabenbehörden durchgeführt noch angekündigt waren. Geprüft worden sei erst im Dezember 2020.

Bei einem Hintergrundgespräch wies der ÖVP-Fraktionsführer im U-Ausschuss, Andreas Hanger, nun auf ein Mail vom zuständigen Finanzamtsleiter Sigi Manhal hin, das dem U-Ausschuss und dem KURIER vorliegt. Darin schreibt Manhal: Es hat im gesamten Zeitraum 2014 - 2019 keine steuerliche Prüfung gegeben und war auch niemals eine solche (am Prüfplan) geplant. Daher könne ausgeschlossen werden, dass eine Intervention bzgl. einer Nichtprüfung erfolgt ist.

Für den U-Ausschuss ist Manhal übrigens kein Unbekannter. Er war 2017 Vorsitzender jener Begutachtungskommission, die schlussendlich einen ÖVP-Bürgermeister zum neuen Vorstand des Finanzamts Braunau-Ried-Schärding nominierte, nachdem laut Schmid der nunmehrige ÖVP-Klubobmann August Wöginger für den Bürgermeister interveniert habe.

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