Chronik/Welt

Evakuierungen wegen Waldbrand südwestlich von Berlin

Zunehmende Winde haben am Sonntag die Lage bei einem Waldbrand südwestlich von Berlin erschwert. Wegen der drohenden Gefahr mussten 20 Einwohner eines Ortsteils der Stadt Treuenbrietzen am Vormittag ihre Häuser verlassen. Weil im Boden auf dem Gelände - ein ehemaliger Spreng- und Übungsplatz - Munition und Kampfmitteln liegen, kommen die Feuerwehrleute nicht direkt an den Brand heran.

Geht das Feuer durch die Fläche, kann im Boden versteckte Munition hochgehen. Zudem sind Selbstentzündungen möglich. Feuerwehrleute können deshalb auch nicht einfach in das Waldgebiet hineinfahren und dort löschen. Sie würden ihr Leben in Gefahr bringen, berichteten die Einsatzkräfte.

Betroffene Fläche hat sich ausgedehnt

Die vom Waldbrand betroffene Fläche hatte sich in der Nacht auf Sonntag ausgedehnt. "Ein Hubschrauber hat die Fläche vermessen. Es sind jetzt etwa 100 bis 110 Hektar betroffen. Das Feuer hat sich in Richtung Osten/Südosten ausgedehnt", sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Stärke der Flammen habe jedoch abgenommen.

Am Freitag war ein Waldbrand auf etwa 60 Hektar entstanden, am Samstag waren es zwischenzeitlich noch gut 40 Hektar. Sorge bereite den Einsatzkräften die Wettervorhersage, denn es könnten Böen und Wind auftreten.

Im Jahr 2018 waren bei einem Waldbrand in Treuenbrietzen rund 400 Hektar Wald zerstört worden. Mehrere Tage lang wüteten die Flammen. Die Stadt hat etwa ein Dutzend Ortsteile.