Chronik/Niederösterreich

Weltenbummler aus Niederösterreich fahren mit Bus bis nach China

7.500 Kilometer Luftlinie sind es von Hochneukirchen-Gschaidt (Bezirk Wiener Neustadt) bis nach China. Mindestens zehn Stunden dauert ein Flug von Wien nach Peking. Lisa Nemeth hat sich entschieden, lieber den Bus zu nehmen.

Und zwar nicht irgendeinen, sondern einen zu einem Wohnmobil umgebauten Steyr-Bus aus dem Baujahr 1974. Den bezog die 26-jährige Landschaftsarchitekturstudentin im September mit ihrem Mann Dominik und ihren drei Kindern Jonas, Emma und Luisa und machte sich auf den Weg Richtung Osten.

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Die fünfköpfige Familie wird begleitet von zwei befreundeten Paaren. Gearbeitet wird teilweise per Laptop von unterwegs aus.

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Mittlerweile haben die Weltenbummler bereits die Sanddünen in der Mongolei passiert, eine Radtour am Baikalsee unternommen, die Chinesische Mauer erklommen und in tausend Metern Höhe die Berge Osttibets bewältigt.

Ein Jahr lang Urlaub

Ein knappes Jahr lang plante die Familie ihre Reise: „Das war der Traum von Dominik und mir, den haben wir schon vor den Kindern gehegt. Wir wollten aber zuerst eine Familie gründen und dieses Abenteuer vor allem für ausgiebige Familienzeit zu nutzen.“ Eine Weltreise mit Kindern ist definitiv eine Herausforderung: „Jeder Tag ist spannend. Aber die Kleinen sind mindestens genauso spontan und flexibel wie wir Großen, wenn nicht sogar noch mehr.“

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Heimweh? „Ist natürlich manchmal da. Daher hat jeder ein paar Lieblingskleinigkeiten mitgenommen, Kinderbücher, Stofftiere, eine Kuscheldecke. Ich persönlich freue mich bei jeder Tasse Kaffee über meine Kaffeemaschine von zu Hause“, gesteht Nemeth.

Weihnachten in Laos

Auf Weihnachten soll trotz der Reise nicht verzichtet werden: Gefeiert wird irgendwo in Laos, einige Weihnachtsgeschenke, vor allem für die Kinder, haben es von zu Hause mit in den Bus geschafft. Und Weihnachtskekse werden im Backofen im Bus gebacken.

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Zehn Monate sind für die Reise eingeplant. Auf den Rückweg wollen sich die Weltenbummler Mitte April machen, um Anfang Juni wieder daheim zu sein. Dort wartet auf die Familie das nächste Abenteuer, nämlich die Übernahme der Bio-Landwirtschaft von Dominiks Eltern.

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