Chronik/Niederösterreich

Rasche Hilfe für Pendler, neue Pflegekräfte aus Vietnam

Die erfolgsverwöhnte ÖVP in Niederösterreich steht vor einem schwierigen Jahr. Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag der NÖN droht der Verlust der absoluten Mehrheit. Zudem gibt es Krach mit der Bundeshauptstadt Wien, weil die Ausweitung des Parkpickerls mit Niederösterreich nicht abgesprochen worden sei, heißt es.

Fokus auf drei Themen

Von einer gestiegenen Nervosität in den schwarzen Reihen will ÖVP-Klubobmann Klaus Schneeberger dennoch nichts wissen. „Wir sind dadurch motiviert, noch mehr zu arbeiten“, betonte Schneeberger am Rande der ÖVP-Klubklausur im Schloss Thalheim im Bezirk St. Pölten.

Auf drei Themen soll nun der Fokus gerichtet werden, Mobilität, Pflege und der Arbeitsmarkt werden wohl auch im Wahlkampf eine große Rolle spielen.

Busse und Parkplätze

Schneeberger kündigte an, dass man aufgrund des flächendeckenden Wiener Parkpickerls Initiativen für Pendler starte. Die Rede ist etwa von zusätzlichen Regionalbussen und Park-and-Ride-Anlagen. Aber auch der drohende Pflegenotstand veranlasst die Politik neue Wege zu beschreiten. Weil in NÖ bis 2030 mehr als 9.500 Pflegekräfte fehlen, hofft man nun auf Hilfe aus dem Ausland. Man sei, so der Klubobmann, mit Organisationen in Kolumbien und Vietnam in Kontakt.

Positiv sieht Schneeberger die Entwicklung am Arbeitsmarkt (minus 14 Prozent Arbeitslosigkeit). „Das Geld wurde gut platziert, unsere Initiativen sind auf fruchtbaren Boden gefallen.“