Neuerliche Millionenpleite des Möbelhauses „Interio“

Neben der Bedienung von Altlasten belasteten auch Kostensteigerungen das Budget massiv, so Creditreform.
Interio

Die Magazin 07 Möbel & Einrichtungen Vertriebs Ges.m.b.H, FN 71637z, hat heute, Montag am Landesgericht in Wiener Neustadt einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung eingebracht. Das bestätigen die Gläubigerschutzverbände Creditreform und KSV1870 dem KURIER. 37 Mitarbeiter sind betroffen.

Das Unternehmen hat seinen Sitz in Vösendorf  und hat weitere Filialen in der Mariahilferstraße in Wien sowie in Linz und Graz. Im Firmenbuch scheint nach wie vor Janet Kath als geschäftsführende Gesellschafterin auf. Die Schuldnerin betreibt ein Handelsunternehmen für Möbel, andere Einrichtungsgegenstände und diversen Hausrat. 

„Es ist nicht das erste Insolvenzverfahren der Schuldnerin, der damals abgeschlossene Sanierungsplan konnte nicht zur Gänze erfüllt werden", so Creditreform. Mit Beschluss des Landesgericht Wiener Neustadt vom 19. Juni 2024  wurde der Sanierungsplan rechtskräftig bestätigt. Das Sanierungsverfahren wurde aufgehoben. "Die letzte Teilquote dieses Sanierungsplans in der Höhe von 5 Prozent wäre im März 2026 fällig gewesen", so der KSV1870.

„Neben der Bedienung von Altlasten belasteten auch Kostensteigerungen (Personal, Miete, Energie) das Budget massiv. Als immer mehr Verbindlichkeiten aufpoppten, war die neuerliche Insolvenzantragstellung alternativlos“, so Creditreform.

Die Schulden

Die Verbindlichkeiten werden mit 6,83 Millionen Euro beziffert.

Die Zukunft

Geplant ist das Unternehmen fortzuführen und den Gläubigern erneut einen Sanierungsplan mit 20 Prozent Quote anzubieten."Diesmal wird man an Einsparungen, die auch wehtun können, nicht umhinkommen", so Günther Moser von Creditreform. "Ansonsten wäre es besser zeitnah die Segel zu streichen und eine geordnete Schließung samt Liquidation in die Wege zu leiten." 

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