Die Entwicklung der Badekultur bei Hofe

Die Schau "Intime Zeugen" widmet sich historischen Hygieneartikeln vom Zimmerklo bis zum Bourdalou.

Bequemlichkeit sieht anders aus: Sich täglich zu waschen ohne fließendes Wasser und ohne Kanalsystem ist heute kaum vorstellbar. 

Im Bild: Schaukelbadewanne, C. Becker & F. Both, Wien, um 1900, Weißblech Im 18. Jahrhundert stand dies jedoch an der Tagesordnung. Möglich war das nur mithilfe von tragbaren Geräten. 

Im Bild: Waschtisch Juniperus (Wacholder), Marmorplatte Neo-Renaissance Mürzsteg Mit diesen Utensilien befasst sich eine Ausstellung im Wiener Hofmobiliendepot. Rund 90 Objekte erzählen die Geschichte der körperlichen Reinigung in Europa. 

Im Bild: Waschtisch aus Mürzsteg Metall So finden sich neben Tisch- und Standspiegeln aus dem Empire und Biedermeier ...

Im Bild: Kaiserliches Sanitärporzellan ... auch Zimmerklos, Spucknäpfe oder Bidets.

Im Bild: Bidet Nussbaumholz, Biedermeier, Schloss Schönbrunn Erst die Einführung des Kanalsystems gegen Ende des 19. Jahrhunderts brachte Wasser aus der Leitung – was der Reinlichkeit entgegenkam und Einfluss auf das Interieur nahm.

Im Bild: Sitzbadewanne Wien, 19. Jhd., Weißblech, Messing Mobile Stücke wandelten sich zu fix installierten Badezimmern. Sanitärkeramik und Armaturen wurden industriell gefertigt und damit zur Massenware.

Im Bild: Klomuschel "Baltic", Keramik mit Sonnenblumendekor, glasiert Kuriose Stücke gibt es eine ganze Reihe, wie etwa das Manöver-Klo: "Das ist ein mobiles WC in Hockerform", erklärt Kuratorin Eva Ottillinger.

Im Bild: Manöver-Klo, Nussbaumholz, Biedermeier Die Möbel veranschaulichen nicht nur die Entwicklung der Körperhygiene. Sie erzählen auch amüsante Geschichten – wie das Bourdalou. 

Im Bild: Persönliche Waschgarnitur von Kaiser Franz Joseph von Fischer & Mieg/Pirkenhammer "FM", 19. Jahrhundert Diese Töpfe dienten Damen im 17. Jahrhundert, um ihre Blase zu leeren – und zwar in der Kirche, während der überaus beliebten, aber langen Predigten des Jesuitenpaters Louis Bourdaloue. 

Im Bild: Hygieneporzellan Ausstellung:
Intime Zeugen. Vom Waschtisch zum Badezimmer

Vom 21. September bis zum 22. Jänner 2012 zeigt das Wiener Hofmobiliendepot in "Intime Zeugen. Vom Waschtisch zum Badezimmer" historische Möbel zur Körperpflege.

Öffnungszeiten: 
Täglich außer Montag von 10.00– 18.00 Uhr. 
Adresse: 
Andreasgasse 7, 1070 Wien, Tel. 01/524 33 57, 

www.hofmobiliendepot.at
(KURIER) Erstellt am
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