Wohnen
28.12.2018

Auszeichnung: Bauten aus Stahl prämiert

"bauforumstahl" hat gelungene Stahlbauten ausgezeichnet. Wir zeigen drei Gewinner.

Seit 1972 lobt „bauforumstahl“ alle zwei Jahre den Preis des Deutschen Stahlbaus aus – einen der angesehensten Architekturpreise. Dieser wurde 2018 in acht Kategorien – Wohnbau, Verkehrsbau, Brücken, Bürogebäude, öffentliche Bauten, Industriebau, Bauten im Bestand sowie Sonderbauten.

Als „Industrie-4.0-Demonstrationsfabrik“ bezeichnt die Autorin die Trumpf Smart Factory in Chicago. Die Architektur, eine robuste Stahl-Glas-Konstruktion mit Cortenstahl-Verkleidung, ist funktional, pragmatisch und raffiniert. Das geschosshohe, begehbare Dachtragwerk, an den Brückenbau angelehnt, überspannt mit elf Trägern eine Fläche von 2400 Quadratmetern. Die Jury lobte „die architektonische Präsenz der Halle und das imposante räumliche Konzept.“

Bauen im Bestand ist meist eine besondere Herausforderung. Als vorbildliche und nachhaltige Erweiterung des bestehenden Gebäudes wurde das Verkehrskommissariat im oberschwäbischen Krißlegg ausgezeichnet. Das Bestandsgebäude wurde nach Süden hin erweitert, wobei die Gebäudeform fortgesetzt wurde. Während der Bestand in Massivbauweise errichtet wurde, entschied man sich beim Zubau für eine Stahlskelettkonstruktion aus vorgefertigten Bauteilen. Die Südfassade ist mit rahmenlosen und drehbaren Fotovoltaik-Lamellen verkleidet. Die Jury überzeugte das Spiel mit Licht und Schatten durch die Fotovoltaik-Lamellen und perforierte Bleche der Fassade.

Der Büroneubau für die Berliner Unternehmenszentrale des Netzbetreibers 50Hertz ist ein Blickfang. Ins Auge sticht das Tragwerk aus weißen Stahl-Verbundstützen. Die Geschoße bieten Raum für unterschiedliche Bürokonzepte, jede Etage verfügt über mehrere Balkone als Open-Air-Arbeitsplatz oder für erholsame Pausen. Der Jury gefiel, dass die zurückgesetzten Glashaut des Gebäudes tiefe Einblicke erlaubt – aber auch für die Nutzer und Mitarbeiter spannende Ausblicke.