Wissen
01.06.2018

Zahl der Berggorillas ist deutlich gestiegen

Stark vom Aussterben bedrohte Tiere: Erstmals wieder über 1.000 in Freiheit lebende Menschenaffen.

Die Zahl der in Freiheit lebenden Berggorillas ist erstmals wieder über 1.000 gestiegen.

Im Bereich der Virunga-Berge im Grenzgebiet zwischen Kongo, Ruanda und Uganda ist die Zahl der gefährdeten Menschenaffen innerhalb von acht Jahren von 480 auf 604 Primaten gestiegen, wie am Donnerstag die Naturschutzorganisation WWF und der kongolesische Virunga-Nationalpark mitteilten. Zudem gebe es weiterhin 400 Tiere im Bwindi-Nationalpark in Uganda.

"Das sind fantastische Nachrichten für diese so stark bedrohten Tiere und zeigt, dass wir auch Arten am Abgrund noch retten können", freute sich die Programmleiterin für Zentral- und Westafrika beim WWF, Ilka Herbinger. Gleichzeitig seien die Berggorillas (Gorilla beringei beringei) weiter von Konflikten, Wilderei, Krankheiten und Klimawandel bedroht.

Heuer acht Gorillababys

Im kongolesischen Virunga seien heuer schon acht Gorillababys zur Welt gekommen, erklärte der Nationalpark. Gleichzeitig verloren acht Wildhüter des Parks bei Kämpfen mit örtlichen Milizen ihr Leben.

Der Zensus war ein Projekt der drei betroffenen Länder, dem WWF und weiterer Organisationen. Auch das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig war beteiligt.