© Harald Eisenberger

Wissen Wissenschaft
02/22/2021

Wie eine Oberösterreicherin Alois Hitlers Korrespondenz entdeckte

Anneliese Smigielski erzählt im Interview mit dem KURIER über ihren sensationellen Dachboden-Fund und „meine kleine Rolle in dieser Angelegenheit“.

von Susanne Mauthner-Weber

KURIER: Frau Smigielski, wie kamen die Hitler-Brief ausgerechnet auf Ihren Dachboden?

Smigielski: In meiner Familie war  immer bekannt, dass mein Ururgroßvater sein Anwesen an Alois Hitler verkauft hat, aber mehr ist darüber nicht gesprochen worden.  Als eine Bekannte vor Jahren eine Dokumentation der ersten Häuser von Wallern anlegen wollte, habe ich auf dem Dachboden in vier Holzkisten gekramt und dabei Briefe  der  Verwandtschaft sowie alte Fotos und allerlei Kuriositäten gefunden. Unter anderem auch ein Kuvert mit den betreffenden Briefen.

Sie waren nicht besonders überrascht?
Nein, der Verkauf der Liegenschaft an Hitlers Vater war in unserer Familie selbstverständlich bekannt und nur insofern ein Thema, als meine Großmutter , die beim Verkauf an die 16 Jahre alt war,)sehr gerne in diesem Bauernhaus gewesen ist und den Verkauf bis ins hohe Alter bedauert hat. Ich war nur über die Anzahl erstaunt, und dass diese Briefe in so gutem Zustand waren – immerhin wurden sie vor mehr als 100 Jahren geschrieben. Ich habe die Briefe dann wieder weggepackt und als wir vor ein paar Jahren den Dachboden isoliert haben, kamen die vier Kisten vom Dachboden herunter. Seither sind sie von rechts nach links durch etliche Laden gewandert, bis ich durch einen Zeitungsartikel  den Historiker Roman Sandgruber, den ich schon lange sehr schätze, als möglichen Interessenten ins Auge gefasst habe.

Hat Sie das Interesse an den Hitler-Autografen verblüfft?
Ich hätte nie gedacht, dass diese Briefe, die mir – ich möchte fast sagen – unbedeutend erschienen sind, solche Wellen schlagen. Aber ich freue mich, dass sie für einige von Interesse sind und auch zu einem Buch geführt haben.

 

  • Mehr über den sensationellen Fund der Briefe von Hitler Vater Alois und wie der Sohn zum Diktator wurde lesen Sie hier:

 

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