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Wissen Wissenschaft
02/09/2021

Forscher sehen keine Covid-Schutzwirkung von Vitamin D

Deutsche Experten werteten bisherigen Wissensstand aus und kritisierten mangelhafte Studien.

F√ľr einen Corona-Schutz durch Vitamin-D-Erg√§nzungsmittel gibt es nach Erkenntnissen der Deutschen Gesellschaft f√ľr Ern√§hrung (DGE) keinen zuverl√§ssigen Beleg. Auch eine eindeutige Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel und einem schweren Krankheitsverlauf sei nach bisheriger Studienlage nicht nachgewiesen, hei√üt es in der j√ľngsten DGE-Fachinformation zum Thema.

Die Experten hatten Dutzende Studien und Beobachtungen aus verschiedenen Ländern unter die Lupe genommen. Zwar wurde vielfach von positiven Wirkungen einer Vitamin-D-Gabe im Verlauf einer Covid-19-Erkrankung berichtet. Die Studien wiesen aber meist fachliche Mängel auf, etwa weil der Vitamin-Status der Probanden vor ihrer Erkrankung nicht bekannt war, die Vergleichsgruppen sehr unterschiedlich oder durch Risikofaktoren wie Adipositas oder Diabetes vorbelastet waren.

Das Fazit der Ern√§hrungswissenschafter: "Derzeit liegen keine Argumente vor, die eine Supplementation von Vitamin D bei Personen mit ad√§quatem Vitamin-D-Status mit dem Ziel der Pr√§vention einer SARS-CoV-2-Infektion oder der Verringerung des Schweregrades einer Covid-19-Erkrankung begr√ľnden k√∂nnen."

Zudem warnen die DGE-Experten, dass es eine andauernde √úberdosierung mit Vitamin-D-Pr√§paraten unbedingt zu vermeiden gilt. Sie k√∂nne zu unerw√ľnschten Nebenwirkungen wie Nierensteinen, Nierenverkalkungen sowie St√∂rungen des Herz-Kreislauf-Systems f√ľhren.

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