Nie mehr frühjahrsmüde

Ein Mann und eine Frau liegen im Bett und gähnen.
Der Körper passt sich nur langsam an die jahreszeitlich bedingte Hormonumstellung an

Auch wenn Beschwerden wie Müdigkeit, Schlappheit oder Gereiztheit rund um den Frühlingsbeginn oft belächelt werden: Medizinisch gesehen gibt es das Phänomen Frühjahrsmüdigkeit. Schuld sind vor allem die Hormone, haben Wissenschaftler herausgefunden. Im Gehirn findet zwischen Mitte März und Mitte Mai eine große Umstellung statt, auf die sich der Körper nur langsam anpassen kann. „Bis die verstärkt produzierten, aktivierenden Hormone Serotonin und Dopamin die Führung vom Schlafhormon Melatonin übernommen haben, kann das den Organismus durchaus Kraft kosten und müde machen“, sagt Thomas Schwingenschlögl, Internist in Wiener Neudorf.

Auch die nach dem Winter geleerten Speicher des „Sonnenhormons“ Vitamin D können zu Müdigkeit führen. „Es ist klassisch, dass sie im Februar und März ihren tiefsten Punkt erreichen.“ Die Tage werden zwar wieder länger und damit heller, die Sonneneinstrahlung reiche aber noch nicht, um das Defizit sofort auszugleichen. Sich jetzt viel im Freien zu bewegen, kurbelt weiters die Produktion des Wachstumshormon an, das ebenfalls aktivierend wirkt.“

Eine müde Frau gähnt und streckt sich im Bett.

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Ein Mann steht mit erhobenen Armen auf einem Felsen in den Bergen.

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Eine Frau hat ihren Kopf auf einem Schreibtisch voller Papiere und einem Stift abgelegt.

Eine stilisierte, lächelnde Sonne mit gelben und orangen Strahlen.

Eine Currywurst mit Pommes Frites auf einem Pappteller mit einem roten Plastikpiekser.

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Eine Frau mit Mütze und Schal wärmt sich an einer Tasse.

Eine stilisierte Darstellung des menschlichen Herzens mit einem EKG im Vordergrund.

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Drei farbige Silhouetten von Frauen beim Nordic Walking mit Stöcken.

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Eine grüne Lunchbox gefüllt mit Tomaten, Blaubeeren, Gurkenscheiben und Nüssen.

Mehrere rote Radieschen liegen mit Blättern und geschnittenen Scheiben auf einem weißen Hintergrund.

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Die Sonne scheint durch das grüne Blätterdach eines Waldes.

Aus einem verchromten Wasserhahn fließt Wasser.

Keine eindeutige Ursache

Forscher finden jetzt immer mehr Ansatzpunkte über die mögliche Auslöser von Frühjahrsmüdigkeit.Eine eindeutige Ursache gibt es allerdings nicht, sagt Schwingenschlögl. „Nur einzelne Puzzlesteine.“ Manche Gründe, wie etwa Ernährungssünden oder zu wenig Bewegung während der Wintermonate sei allerdings hausgemacht. „Da kann man gut etwas dagegen tun.“ Die Auswirkungen werden zudem sehr unterschiedlich wahrgenommen. „Menschen mit labilem Kreislauf oder Vorschädigungen spüren häufig intensivere Beschwerden.“

TCM

In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Wetterfühligkeit oder Frühjahrsmüdigkeit als Folge blockierter Energieflüsse gesehen. Chinesische Ärzte setzten ihren Patienten schon vor 2000 Jahren Nadeln, um spezielle Akupunkturpunkte zu aktivieren. „Gerade bei Funktionsstörungen kann man damit den Energiefluss sehr gut anregen und die Selbstheilungskräfte angeregt.“

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