Wissen
22.07.2018

Wirkt Chili wirklich gegen Schmerzen?

Immer öfter wird der Inhaltsstoff Capsaicin in der Schmerztherapie eingesetzt.

Chili verleiht gut gewürzten Gerichten Pfiff. Der Chili-Inhaltsstoff Capsaicin sorgt für das „Feuer“ im Mund und kann schon mal für ein taubes Gefühl auf der Zunge sorgen. Dieser betäubende Effekt wird in der Schmerztherapie genutzt: Pflaster mit Capsaicin sollen wirksam gegen die gefürchteten Nervenschmerzen sein.

Zu wenig Studien bei bestimmten Nervenschmerzen

Die Public Health-Experten von www.medizin-transparent.at an der Donau-Universität Krems haben recherchiert, wie wirksam Chilipflaster sind. Dafür haben sie überprüft, welche wissenschaftlichen Untersuchungen bisher durchgeführt worden sind und wie verlässlich der daraus abgeleitete aktuelle Stand des Wissens ist. 

Den besten derzeit verfügbaren Studien zufolge können Schmerzpflaster mit Capsaicin Personen helfen, die an Nervenschmerzen nach einer überstandenen Gürtelrose leiden. Dieses Wissen gilt als ziemlich gut abgesichert. Nicht ausreichend untersucht ist dagegen, ob die Capsaicin-Pflaster bei auch Personen wirken, deren Nervenschmerzen von Diabetes oder HIV ausgelöst werden.

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