Wissen | Gesundheit
22.05.2018

Studie: Ein Ei am Tag kann Schlaganfall vorbeugen

Eine Langzeituntersuchung in China zeigt positiven Einfluss auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Das tägliche Frühstücksei ist einer Studie zufolge deutlich gesünder als bisher von Wissenschaftern angenommen. Der "gemäßigte Konsum von Eiern" sei bei einer Langzeituntersuchung an einer halben Million Chinesen in einem Alter von 30 bis 79 Jahren mit einem geringeren Auftreten von Herzerkrankungen verbunden gewesen, heißt es in einer am Dienstag in der Zeitschrift "Heart" publizierten Studie britisch-chinesischer Forscher.

Insbesondere die täglichen Eierkonsumenten (bis zu einem Ei proTag) hatten ein um 26 Prozent geringeres Risiko für einen hämorrhagischen Schlaganfall - die Art von Schlaganfall, die in China häufiger auftritt als in Ländern mit hohem Einkommen -, sowie ein um 28 Prozent geringeres Risiko, an einem solchen Schlaganfall zu sterben sowie ein um 18 Prozent geringeres Risiko allgemein an einer kardiovaskulären Krankheit zu sterben.

Auch andere Faktoren wichtig

Lange standen Eier im Verdacht, das Cholesterin im menschlichen Körper zu erhöhen. Sie enthalten aber auch wichtige Proteine und Vitamine.

Für die Studie waren gesunde Erwachsene während knapp neun Jahren untersucht worden. Dabei habe sich den Wissenschaftern zufolge gezeigt, dass der tägliche Konsum eines Eis mit einem "niedrigeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen" verbunden war. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich etwa 17,7 Millionen Menschen weltweit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wissenschafter, die nicht an der Studie beteiligt waren, kritisierten die Darstellung als verkürzt. Sie verwiesen darauf, dass insbesondere auch weitere Faktoren wie der gestiegene Wohlstand oder sportliche Aktivitäten zur besseren Herzgesundheit von Patienten beitragen.