Erste Kombi-Impfung gegen Covid und Grippe vor EU-Zulassung

Die Europäische Arzneimittelagentur empfiehlt eine Zulassung des Kombi-Impfstoffs für Personen ab 50 Jahren.
Eine Spritze wird mit einer Lösung aufgezogen.

Offiziell muss nun die EU-Kommission diese Zulassung erteilen. Das aber gilt als Formsache. Nach der Zulassung durch die EU-Kommission entscheiden die einzelnen Mitgliedsstaaten, ob sie das Präparat anbieten wollen.

Der Wirkstoff mCombriax des US-amerikanischen Herstellers Moderna wirkt nach Angaben der EMA wie andere Impfstoffe auch. Er bereitet den Körper gegen eine mögliche Virus-Infektion vor: Das Präparat enthält auf mRNA-Basis Bausteine, um das Corona-Virus und auch drei Typen von Influenza abzuwehren. Die Impfstoffe, die nun kombiniert wurden, sind bereits vor einigen Jahren zugelassen worden.

Entlastung für das Gesundheitssystem

Sowohl Grippe als auch Covid-19 können vorwiegend die Atemwege treffen mit ähnlichen Symptomen wie Fieber, Husten, Schnupfen und Schüttelfrost. In den meisten Fällen verlaufen die Infektionen milde. Doch gerade für ältere Menschen und solche mit einem geschwächten Immunsystem können sie gefährlich sein. Bisher konnten sie sich jährlich davor mit zwei getrennten Impfungen schützen. Eine Kombiimpfung kann eine Entlastung für das Gesundheitssystem sein.

Die EMA weist darauf hin, dass Studien mit 8.000 Menschen über 50 Jahre die Wirksamkeit bewiesen hätten. So zeigten diejenigen Personen, die mit dem Kombi-Präparat geimpft worden waren, einen ebenso hohen Schutz auf wie die Vergleichsgruppe, der zwei separate Impfstoffe injiziert worden waren. Mögliche Nebenwirkungen der Impfung sind der EMA zufolge Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Muskel- und Kopfschmerzen, Übelkeit oder Fieber. Diese Beschwerden könnten zwei oder drei Tage anhalten.

Kommentare