Grippewelle hat Höhepunkt überschritten, weiterer Gipfel möglich
Die Influenza-Zahlen stabilisieren sich – zumindest vorerst.
Die aktuelle Grippewelle hat um Neujahr ihren Höhepunkt erreicht, wie neueste Auswertungen des Zentrums für Virologie an der MedUni Wien zeigen. In Kalenderwoche 4 gab es nochmals eine leichte Zunahme der Fälle, vergangene Woche hat sich das Infektionsgeschehen aber auf einem stabilen Plateau eingependelt, heißt es.
Wegen der bereits angelaufenen und in manchen Bundesländern noch bevorstehenden Semesterferien könnte es in dieser Saison aber zu einem zweiten Gipfel kommen, meinen Fachleute. "Da (in den Semesterferien, Anm.) werden sich die Urlauber durchmischen, und dann wird es spannend, ob das die Grippesaison verlängert oder nicht", betonte etwa die Virologin Monika Redlberger-Fritz kürzlich gegenüber dem ORF.
Früher Start, neue Variante
Die Grippesaison hat Ende des vergangenen Jahres vergleichsweise früh begonnen. Das frühere Anrollen dürfte unter anderem auf eine neue Variante eines gängigen Grippevirusstammes zurückzuführen sein. Die sogenannte K-Variante ist eine Variante des Influenza-Subtyps A(H3N2) und zirkulierte in den vergangenen Wochen und Monaten besonders stark.
Erreger der Influenza beim Menschen sind Orthomyxoviren, die in die Typen A, B und C unterteilt werden. Für Menschen sind insbesondere die saisonal auftretenden Influenza A- und B-Viren relevant, wobei jeweils zwei Influenza-A-Subtypen (H1N1 und H3N2) und ein Influenza-B-Virus (Victoria) zirkulieren, auf die die jährlich angepassten Grippeimpfstoffe ausgerichtet sind.
Auffällig für diese Saison sei, dass bisweilen noch keine nennenswerten Nachweise von Influenza B auftraten, "was ein genaues Monitoring über die weitere Entwicklung notwendig macht", wie es in der aktuellen Aussendung der MedUni heißt.
Auch in ganz Europa scheint der Höhepunkt der Influenza-A-Aktivität zumindest vorerst überschritten. Es sei aber weiterhin ein starkes und überregionales Infektionsgeschehen nachweisbar, so die Einschätzung der MedUni.
Kommentare