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Wissen
12/11/2018

Die Weltmeisterin gibt Tipps fürs Gehirnjogging im Alltag

Luise M. Sommer muss nicht immer Dr. Google fragen. Sie fordert ihr Gehirn täglich.

von Gabriele Kuhn

„A Name a Day keeps Alzheimer away“, sagt Luise M. Sommer. Die Digitalisierung habe in Bezug auf Gedächtnisleistungen viel verändert – heute muss man sich kaum etwas mehr merken, frag lieber Google! Aber nur, wer sein Gehirn täglich fordert, wird bis ins hohe Alter mental fit bleiben. Hier einige Ideen:

- Merken statt Einkaufszettel

Stellen Sie sich markante Körperstellen vor, an denen Sie „Haken“ befestigen, um Begriffe zu verankern. Von der Fußsohle bis zu den Haaren. Verknüpfen Sie die Dinge, die Sie einkaufen wollen, mit den Haken und entwickeln Sie Assoziationen, zum Beispiel: Zehen und Duschgel: Wir waten mit unseren nackten Füßen durch Duschgel, es quillt zwischen den Zehen hervor. Gesäß und Eier: Wir sitzen auf rohen Eiern. Machen Sie Ihren nächsten Einkauf mit eigenen Bildern.

- Termine im Kopf haben

Merken Sie sich pro Monat einen Tag bewusst – und zwar mit Datum und Wochentag. Wenn Sie Ihren Geburtstag im Dezember feiern, ist das Ihr Fixtag im Dezember und Sie merken sich diesen Wochentag. Dann können Sie alle anderen Tage in diesem Monat bequem ausrechnen. Dann könnte man sich auch noch den Jahresbeginn ansehen sowie diverse Festtage – auf diese Weise weiß man immer mehr Daten an bestimmten Wochentagen.

- Länder und Hauptstädte merken

Hier ist es so wie bei den Namen: Merken Sie sich ein Bild dazu. Luise M. Sommer: „Spielen Sie mit Buchstaben, suchen Sie die bildgebende Komponente im Begriff.“ Ein Beispiel dazu: Im Wort „ Kirgistan“ könnten Sie die ersten drei Buchstaben zur KIRche führen. Und in der Kirche in Kirgistan gibt der BISCHof immer jedem treuen Kirchgänger einen KEKs. Die Hauptstadt von Kirgistan ist nämlich BISCHKEK.

- Bundespräsidenten merken

Wozu das gut ist, fragen Sie sich vielleicht: Weil das Merken von Namen und Daten das Gehirn trainiert. Es geht um die Kunst des Erinnerns. Auch hier kann man wie bei der Einkaufsliste die Loci-Methode mit den Körperstellen verwenden.

Wir beginnen bei den Füßen: Stellen Sie sich vor, wie Sie barfuß rennen, auf einem Strand oder erfinden Sie Ihr eigenes Bild: Karl RENNER, 1945–1950. Den aktuellen Bundespräsidenten Alexander van der Bellen verankert Frau Sommer so: Auf unserer Nase sitzt ein kleiner Hund, der nicht aufhört, zu BELLEN.

Buchtipp: „Dein Gedächtnis kann mehr. Kreative Merktipps für den digitalen Alltag“ von Luise Maria Sommer, Verlag Fischer & Gann, € 20,10

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