10 Lebensmittel, die wir falsch essen

Viele Inhaltsstoffe sind gesund, aber nur bei richtiger Zubereitung.

Joghurt. Wer den Joghurtdeckel eines gekauften Joghurts aus dem Supermarkt abzieht, findet oft eine wasserähnliche Substanz obenauf. Viele leeren die Molke weg, tatsächlich enthält sie aber Proteine und Vitamin B12 sowie Mineralien wie Kalzium. Besser ist, die Molke mit dem Joghurt zu vermischen. Wer die oft zitierten probiotischen Effekte des Joghurts erhalten möchte, sollte es außerdem nicht erhitzen, wie dies manchmal bei Curry-Gerichten oder manchen Joghurt-Marinaden der Fall ist. Erdbeeren. Ballaststoffe, Antioxidantien und Vitamin C sind die gesundheitsfördernden Stoffe der Erdbeere. Um das Spektrum an Inhaltsstoffen zu erhalten, sollten die Erdbeeren allerdings so lange wie möglich unverarbeitet bleiben. Am besten, die Früchte erst kurz vor dem Verzehr aufschneiden. Insbesondere das Vitamin C ist sensibel gegenüber Licht und Sauerstoff. Geschnitten sind die Nährstoffe diesem stärker ausgesetzt. Statt geschnittener Früchte zu kaufen, lohnt es sich, sie also selbst zuzubereiten. Spargel. Spargel wird oft in Wasser gekocht, das Kochwasser leeren die meisten aber nach der Zubereitung weg. Dabei enthält es nach dem Kochen genauso Vitamine und Mineralstoffe wie das Gemüse selbst, wenn auch nicht genauso viel. Das Spargelwasser kann etwa zu einer Suppe hinzugefügt oder als Basis für eine Soße verwendet werden. Das kalorienarme Gemüse enthält etwa Vitamin C, E und die für das Nervensystem wichtigen B-Vitamine. Brokkoli. Brokkoli enthält zahlreiche Mineralstoffe: Kalium entwässert und senkt den Blutdruck, Kalzium stärkt die Knochen und Zink unterstützt die Haut. Auch Eisen, Phosphor, die Vitamine C, E und die B-Vitamine sind enthalten. Meist wird das Gemüse gekocht – das erhält aber die meisten Inhaltsstoffe nicht, zumindest nicht in gleicher Intensität. Eine chinesische Studie zeigt, dass die meisten gesundheitsfördernden Vorteile von Brokkoli erhalten bleiben, wenn er entweder roh oder gedämpft zubereitet wird. Der größte Verlust an Nährstoffen passiert beim Kochen und Anbraten. Paradeiser. Die Bitterstoffe der Paradeiser zügeln den Appetit, senken den Cholesterinspiegel und sollen auch das Immunsystem ankurbeln. Außerdem enthalten sie den Pflanzenstoff Lycopin, der Krebs vorbeugen soll. Diese Wirkung wird erst stärker, wenn die Tomaten erhitzt wurden. Aus frischen Paradeisern, wie sie oft zum Verfeinern von Salaten verwendet werden, kann der Stoff weniger gut aufgenommen werden. Forscher der Cornell Universität stellten zudem fest, dass durch Erhitzen auf eine Temperatur von etwa 90 Grad der Gehalt der in Paradeisern enthaltenen Antioxidantien größer wird. Gegrilltes Fleisch. Grillen hat im Sommer Hochsaison, allerdings ist es nicht immer die beste Zubereitungsart für Fleisch. Beim Grillen wird das Fleisch hohen Temperaturen über einer offenen Flamme ausgesetzt. Dabei können Stoffe entstehen, die von der WHO als krebserregend eingestuft werden. Es spielt keine Rolle, ob das Fleisch sichtbar verkohlt ist, oder nicht.  Vor allem beim sogenannten direkten Grillen, bei dem das Grillgut direkt über der Hitzequelle platziert wird, kann dieses gesundheitsschädliche Stoffe annehmen. Ratsamer ist indirektes Grillen, bei dem das Grillgut versetzt zur Hitzequelle gart. Grüner Tee. Grüner Tee enthält den Inhaltsstoff Epigallocatechingallat (EGCG), dem in einigen Studien krebshemmende Eigenschaften nachgewiesen wurden. Ihm wird eine antioxidative Wirkung nachgesagt. Der Gehalt von Epigallocatechingallat sinkt jedoch, wenn der Tee mit Milch getrunken wird. Besser ist daher, ihn pur zu konsumieren. Knoblauch. Allicin, das Produkt einer Aminosäure in Knoblauch, ist besser verfügbar, wenn es der Luft ausgesetzt war. Bevor man Knoblauch zubereitet, sollte man ihn daher nach dem Schneiden etwa zehn Minuten ruhen lassen. Knoblauch enthält zahlreiche Vitamine, etwa A, B, C sowie Kalium und Selen. Auch wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole und Sulfide sind enthalten. Allerdings werden meist geringe Mengen verzehrt, sodass die gesundheitsfördernde Wirkung nicht immer gegeben ist. Um den Tagesbedarf an Vitamin C allein durch Knoblauch zu decken, müsste man 800 Gramm davon essen. Leinsamen. Die kleinen Körnchen sind reich an Ballaststoffen, gesunden Omega-3-Fettsäuren sowie Stoffen, die krebsschützende Eigenschaften haben. Allerdings können diese vom Körper nicht aufgenommen werden, solange die Leinsamen in ihrer ganzen Form aufgenommen werden. Sie sollten in einer Mühle gemahlen werden, etwa in einer Gewürzmühle oder einer Kaffeemühle, bevor sie etwa in den Smoothie, das Müsli oder den Salat gestreut werden. Vollkorn und Bohnen. Vollkorn, wenn es noch die äußerste Schale enthält, und getrocknete Bohnen enthalten Antioxidantien und Phytate, die Vitamine und Mineralien binden können, sodass sie weniger gut vom Körper aufgenommen werden. Werden sie über Nacht eingeweicht, können die Phytate freigesetzt und die Nährstoffe beim späteren Verzehr leichter aufgenommen werden. Das Einweichen erleichtert auch die spätere Verdauung.
(kurier) Erstellt am
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