Zu teuer: Schweizer Zugpersonal wird durch Österreicher ersetzt
Das Nachtzugpersonal für die ÖBB Nightjets von und nach Zürich kommt künftig nicht mehr aus der Schweiz, sondern aus Österreich. Grund ist die unterschiedliche Entlohnung, die österreichisches Personal wesentlich billiger macht. Wie der Schweizer Tagesanzeiger schreibt, entlässt der Catering-Dienstleister und ÖBB-Partner Newrest sein gesamtes Personal Zürich, insgesamt 30 Mitarbeiter, und ersetzt es durch Österreicher.
Diese sollen mit den Nightjets nach Zürich fahren, um dort ihren Dienst anzutreten. Teilweise komme das Personal aus den angrenzenden osteuropäischen Ländern, berichtet die Zeitung weiter.
Österreicher verdienen nur die Hälfte
In Österreich liegt der Mindestlohn für einen Nachtzugmitarbeitenden bei knapp über 2.000 Euro, während für ein Schweizer Mitarbeiter knapp 4.000 Schweizer Franken (ca. 4.300 Euro) verdient. Das französische Unternehmen Newrest, das europaweit agiert, verwies in einem Brief an die betroffenen Beschäftigten auf ein herausforderndes Umfeld im Nachtzugeschäft. Die Schweizer Bahngewerkschaft SEV warf dem Unternehmen laut Bericht aber "Managementversagen" vor und prangerte prekäre Arbeitsbedingungen im Zug an.
Mangels Rentabilität stellten die ÖBB zuletzt mehrere Nachtzug-Verbindungen ein, darunter Paris - Berlin und Paris - Wien.
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