Verluste für den Versandhändler

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Arbeitsbedingungen
10/20/2013

Zalando-Mitarbeiter kritisieren Überwachung

Sitzen sei verboten: Beschäftigte des Online-Modehändlers klagen über unwürdige Arbeitsbedingungen.

Nach den Enthüllungen rund um die unwürdigen Arbeitsbedingungen bei Amazon, fällt nun ein weiteres Versandhaus negativ auf. Beschäftigte des Online-Modeversandhauses Zalando klagen gegenüber dem Nachrichtenmagazin Spiegel: Das Arbeitstempo werde genauestens protokolliert und es sei verboten sich zu setzen. In einem Verteilerzentrum des Unternehmens in Erfurt werde man kontrolliert und unter Druck gesetzt, so die Mitarbeiter.

Ob ein Mitarbeiter nach einem Jahr Anstellung einen unbefristeten Vertrag erhalte, darüber würden dann die Fehltage und vor allem das Arbeitstempo entscheiden, berichtet ein Teamleiter gegenüber dem Nachrichtenmagazin. Außerdem sei es verboten, sich während der Arbeitszeit zu setzen. Viele Tätigkeiten in den Logistikzentren könnten nicht im Sitzen ausgeführt werden, rechtfertigt sich dagegen Zalando. "Wir sehen uns überhaupt nicht als schlechter Arbeitgeber", sagte außerdem ein Sprecher des Unternehmens.

Eine Toilette für Hunderte Mitarbeiter

Eine ZDF-Dokumentation hatte vergangenes Jahr ähnliche Vorwürfe gegen das Unternehmen erhoben. Ein Journalist des Senders arbeitete mit versteckter Kamera in einem Logistikzentrum in der Nähe von Berlin. Seine Bilanz der Recherche: Siebeneinhalb Stunden sei das Sitzen verboten, für mehrere Hundert Mitarbeiter gebe es nur eine Toilette. Viele der MitarbeiterInnen kämen trotz der 100 Kilometer Entfernung zur Grenze aus Polen. Persönliche Gegenstände dürfen in die Hallen nicht mitgenommen werden.

Zalando gab nach Ausstrahlung der Dokumentation an, der Beitrag würde nicht die tatsächliche Arbeitsatmosphäre widerspiegeln. Das Unternehmen kündigte aber an, seine Partner in Zukunft stärker zu überprüfen und die Missstände bei den sanitären Anlagen sofort zu beheben.

42 Millionen Umsatz in Österreich

Der Online-Modehändler Zalando hat 2012 in Österreich (bereinigt um Retouren) rund 42 Millionen Euro umgesetzt. Damit ist das Berliner Unternehmen auf Platz 6 der Top-Onlinehändler in Österreich, Nummer 1 ist Amazon.

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